Marktgemeinderat
„Vieles wäre wünschenswert“
Das Haushaltsvolumen der Marktgemeinde Prien hat sich seit 2007 von unter 18 auf fast 32 Millionen Euro im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt, wie die linke Grafik zeigt. Im gleichen Zeitraum ist der Personalstand nur um zehn Stellen gestiegen. Zieht man die Mitarbeiter ab, die im Heimatmuseum und im Jugendtreff tätig sind – beiden Einrichtungen kamen in dieser Zeit von der Prien Marketing GmbH beziehungsweise dem Diakonischen Werk wieder unter das Dach der Gemeinde zurück, wird ein fast verdoppeltes Haushaltsvolumen mit gerade fünf Mitarbeitern mehr bewältigt als noch vor zehn Jahren. Auf Dauer ist das mit dem vorhandenen Personal kaum zu schaffen, mahnte Bürgermeister Jürgen Seifert in der Marktgemeinderatssitzung.
Sparsam sein und trotzdem den Investitionsstau der vergangenen Jahre abbauen: Das war der Tenor der traditionellen Reden der Fraktionssprecher bei der Verabschiedung des 35-Millionen-Euro-Haushalts für 2018 in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats (wir berichteten bereits).
Prien – „Auch wenn vieles wünschenswert wäre, waren wir gezwungen, zu reduzieren, um keine neuen Kredite aufnehmen zu müssen.“ In diesem Satz von Bürgermeister Jürgen Seifert stecken drei zentrale Elemente, die den Etat 2018 prägen: der Zwang zu sparen, der Investitionsstau und der unbedingte Wille,