Jede Mauer hat irgendwo ein Ende

von Redaktion

Auf einer Reise nach Berlin habe ich sie gesehen: Die Reste, die von der Berliner Mauer übrig geblieben sind. Stehen gelassen, nicht weil sie schön sind, sondern weil sie erinnern. Zu meiner Schulzeit hieß es noch, zwei deutsche Staaten seien ein unveränderbarer Zustand. Wenige Jahre später war auf einmal alles anders. Mauern erzählen von Trennung und Sprachlosigkeit, von unterschiedlichen Meinungen und unüberbrückbaren Abstand. Solche Mauern nehme ich auch wahr in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ebenso wenn in Gesellschaft und Politik polarisiert wird und die Fronten sich schnell verhärten können. In Wahrheit ist es aber viel differenzierter. Die Mauerreste in Berlin erzählen leise davon: Keine Mauer bleibt für immer. Jede hat irgendwo ein Ende und hinter jeder Mauer ist ein neuer Anfang möglich.Foto maurer

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