Den Himmel offen halten für Mut und neues Leben

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde steht dieser Cristo in der Weinbauregion von Tupungato. Seine Arme sind weit geöffnet, als wolle er die Wolken sammeln und den Himmel und die Menschen im Tal zugleich umarmen. Die Statue geht auf eine Initiative der Dorfbewohner zurück, die sich nach einem sichtbaren Zeichen der Hoffnung sehnten. So entstand mitten in der Weite Argentiniens ein Christusbild, das an den großen Erlöser von Rio de Janeiro erinnert – und doch ganz aus dem Glauben einfacher Menschen entstanden ist. Irgendwie passt das für mich zu den Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Sie erzählen von einer besonderen Spannung: Jesus ist den Augen seiner Freunde entzogen, und doch bleibt seine Gegenwart spürbar. Der Cristo von Tupungato wirkt wie ein stilles Bild mit offenen Händen, als wolle er sagen: Gottes Geist lässt sich nie festhalten, aber empfangen. Pfingsten beginnt dort, wo Menschen den Himmel offenhalten für Hoffnung, Mut und neues Leben.Foto Peter Horner.

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