Sprung von Katharina Althaus deutlich unterbewertet

von Redaktion

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Die Überschrift suggeriert eine hohe Objektivität des Ergebnisses. Zählt man jedoch die Weiten aus beiden Sprüngen zusammen, ergeben sich für Katharina Althaus 215 Meter und für ihre Konkurrentin, die Norwegerin Maren Lundby, nur 211 Meter. An fehlenden 25 Zentimetern kann die Entscheidung über die Vergabe von Gold und Silbermedaille bei insgesamt vier Metern Vorsprung dann eher wohl nicht gelegen haben. Interessanter wird es beim Vergleich der erzielten Gesamtpunkte. Hier liegt Althaus bei 259,1 und Lundby bei 259,6 Punkten. Hätte also nur einer der gewerteten Punkterichter in einem der beiden Durchgänge für Althaus in seiner subjektiven Beurteilung 0,5 Punkte mehr gegeben, wäre es zu einer zweiten Goldmedaille gekommen. Aus meiner Sicht wurde der erste Sprung von Katharina Althaus deutlich unterbewertet. Die dennoch positive Haltung von Althaus zu ihrer Silbermedaille kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Johann Pelzl

Rosenheim

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