Zur Berichterstattung über die Verlängerung der EU-Zulassung für Glyphosat (Politikteil):
Leider haben unkompetente Schreibtischtäter aus EU-Kommission, Parlament und Agrarministerrat Glyphosat für weitere zehn Jahre zugelassen. Das ist ein Desaster für Boden, Gewässer, Pflanzen, tierische und menschliche Gesundheit sowie die Biodiversität. Bereits vor 25 Jahren warnte uns Gewässerkundler Professor Pechlaner aus Innsbruck vor den Gefahren. Viele vermeintliche Experten ignorieren sie oder wollen die Schäden mit neuer Gentechnik und Chemie reparieren. Ein zu erwartendes Mehrfachgeschäft des Bayer-Monsanto-Konzerns, der riesige Summen für Lobbyarbeit in Brüssel als Entscheidungshilfe investiert. Das verfängt, selbst bei einem grünen Agrarminister wie Cem Özdemir, der nichts verhindert und nur nette Ausreden liefert. Bereits 2006 bestätigten sich mir einige Argumente gegen Glyphosat, als wir beim Pflügen auf behandelten Teilflächen eine geschädigte Bodenstruktur bemerkten. Die Ackerschollen glänzten speckig und stanken nach Fäulnis. Der ungespritzte Teil hatte einen angenehmen Ackerbodengeruch und eine gute Struktur. Fazit: Diese Mittel töten meiner Meinung und Erfahrung nach nicht nur Pflanzen, sondern machen auch Böden krank. Diese brauchen dann mehr Kunstdünger und Agrochemie und sind daher für uns seit Jahren ungeeignet. Reich werden dabei nur Agrarkonzerne und ihre Helfer.
Sebastian Sonner sen.
Reichertsheim