Die folgende Information ist für viele Verbraucher enttäuschend. Sie dachten nämlich bislang, dass sie anhand des Strichcodes auf Lebensmittelverpackungen das Ursprungsland erkennen können. Das ist nicht der Fall. Es handelt sich um das „Europäische-Artikelnummer-System“, kurz EAN. Der Händler kann damit computergestützt die lückenlose Warenbewegung erfassen, das Kassieren wird erleichtert. Wir Kunden haben dabei keinen Informationsgewinn. Zwar stellen die ersten Ziffern des 13 stelligen Codes eine Länderkennzahl dar, eine Herkunftsangabe verbirgt sich jedoch nicht zwingend dahinter. Eine Firma, die den Code beantragt, kann das Lebensmittel auch importiert beziehungsweise in einem anderen Land produziert haben. Es gibt zudem keine Informationen darüber, woher die Rohstoffe stammen. Bei Artikelnummern, die mit den Ziffern 20 bis 29 beginnen, handelt es sich um sogenannte Instore-Artikelnummern, die intern von einem Unternehmen verwendet werden. Sie kommen beispielsweise im Obst- und Gemüsebereich, bei Fleischwaren oder direkt abgepackten Lebensmitteln wie Feinkostsalaten bzw. Käse zum Einsatz. Außerdem werden interne Artikelnummern auch von Discountern genutzt.