Batata ist der botanische Name der Süßkartoffel. Doch Name und Aussehen täuschen. Süßkartoffeln und Speisekartoffeln sehen zwar ähnlich aus, sind aber botanisch nicht miteinander verwandt. Beide stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Kartoffel gehört zu den Nachtschattengewächsen, die Süßkartoffel ist ein Windengewächs. Sie wird aus Brasilien, Israel, den USA und China exportiert, gedeiht aber mittlerweile auch in unseren Breiten und wird idealerweise nach den Eisheiligen gepflanzt. Im Gartenhandel gibt es die Süßkartoffel auch unter dem Namen Ipomea Batata.
Ende April, wenn die Bodentemperaturen über zehn Grad Celsius liegen, ist es ratsam, die Pflanzen bei einem Reihenabstand von 50 bis 60 Zentimetern in die Beete zu setzen. Eine Mulchfolie kann zusätzlich für die erforderliche Bodenwärme sorgen. Erntezeit ist im September. Im Sommer muss ausreichend gewässert, möglicherweise auch etwas gedüngt werden. Alternativ lohnt sich auch ein Pflanzversuch in einem größeren und tiefen Balkonkübel. Süßkartoffeln sind durch ihren hohen Wassergehalt nur begrenzt lagerfähig. Sie mögen keine Kälte unter fünf Grad und brauchen einen dunklen, trockenen Platz – also weder Kühlschrank noch Küche.
Sowohl Speisekartoffeln wie auch Süßkartoffeln enthalten wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Kalzium und viele Vitamine. Die Anteile an Betacarotin und Vitamin A sind bei Süßkartoffeln höher. Die Kartoffel liefert dagegen mehr Folsäure und Phosphor. Der Zuckergehalt und die sogenannte Süßkartoffel- oder Batatastärke schwanken je nach klimatischen Verhältnissen. Hier ein Vergleich (je 200 Gramm ungekocht): Süßkartoffeln enthalten zehn Gramm Zucker, 215 Kalorien, sechs Gramm Ballaststoffe und drei Gramm Eiweiß. Kartoffeln enthalten dagegen zwei Gramm Zucker, 140 Kalorien, vier Gramm Ballaststoffe und vier Gramm Eiweiß.
Die heimische Kartoffel besteht sogar zu 80 Prozent aus Wasser, zu 15 Prozent aus Stärke – so gesehen also kein Dickmacher. Das Kartoffelprotein zeichnet sich durch einen für pflanzliche Lebensmittel hohen Gehalt an der unentbehrlichen Aminosäure Lysin aus. Der gesundheitliche Wert steigt in der Kombination mit dem Eiweiß aus Milch, Ei oder Hülsenfrüchten.
Das Mitessen der Schale ist übrigens bei Kartoffeln nicht ratsam, auch wenn das gerne praktiziert wird. Die Haut, die Augen und die Keime enthalten Solanin – Süßkartoffeln übrigens nicht. Das Nervengift kann bei empfindlichen Personen, kranken Menschen oder Kindern Übelkeit und Kopfschmerzen auslösen. Solanin bewahrt die Knolle vor Fraßfeinden. Auch grüne Stellen enthalten die Substanz. Es genügt, diese Flecken sehr großzügig zu entfernen. Frühkartoffeln sollten ebenfalls gut geschrubbt werden, um die Schale weitgehend zu entfernen. In Deutschland ist Ende Mai bis Anfang Juni Saison. Das Aroma ist oft nicht so intensiv wie bei vollständig ausgereiften Speisekartoffeln. Ihre Saison beginnt im August.
Ein Wort zur Lagerung: Kartoffeln möglichst nicht im Kühlschrank lagern. Sie mögen es trocken, kühl und dunkel. Schließlich handelt es sich um Nachtschattengewächse.
Süßkartoffel- Schupfnudeln für zwei
Zutaten: Zwei bis drei Süßkartoffeln – etwa 500 Gramm, ein Eigelb, ein Teelöffel Salz, ein halber Teelöffel Kurkuma, eine Prise Muskatnuss, fünf Esslöffel Dinkelmehl, ein Esslöffel Butterschmalz, zwei Esslöffel Butter, drei Zweige Salbei
Zubereitung: Süßkartoffeln waschen, schälen, in Stücke schneiden, in wenig Wasser dünsten, Wasser abgießen, mit Ei, Mehl, Gewürzen mischen – der Teig darf leicht klebrig sein. Brett leicht bemehlen, Teig zu einer Rolle formen, Stücke abschneiden und wie einen Finger rollen und formen. Fett in der Pfanne erhitzen, die Schupfnudeln darin anbraten, herausnehmen, Butter in die Pfanne geben, den Salbei leicht darin anrösten. Schupfnudeln zusammen mit der Salbeibutter (etwas Parmesankäse) auf einem Teller anrichten. Dazu passt gemischter Salat.