Rasenroboter: Ein Risiko für spielende Kinder

von Redaktion

Wenn Roboter den Rasen mähen, wird aus der Spielwiese ein Sperrgebiet. Denn so gut die Rasenroboter im Test der Stiftung Warentest auch abgeschnitten haben, für spielende Kinder bleibt immer ein Risiko, wenn sie auf einem Rasen spielen, auf dem Mähroboter arbeiten. Zwei der Testmodelle wurden deshalb sogar auf mangelhaft abgewertet: Robomow RC304u für Flächen bis 1000 Quadratmeter und Honda Mimo 310 für Flächen größer als 1000 Quadratmeter.

Honda und Robomow stoppen nicht

Die Stiftung Warentest hat acht Rasenroboter getestet – fünf davon für Flächen bis 1000 Quadratmeter und drei Geräte für größere Gärten über 1000 Quadratmeter. Preisspektrum: zwischen 800 und knapp 3000 Euro. Mit dabei: Produkte so namhafter Marken wie Bosch (Indego 400 Connect), Gardena (smart Sileno 19060-60) und Husqvarna (Automower 420). Ebenfalls im Test: der Robolinho 110 von Al-Ko, der L60B+ von Ambrogio und der iMow MI 632C von Viking.

Doch wegen der Sicherheitsrisiken – und da konnte der Roboter noch so gut mähen – erreichte am Ende keiner eine bessere Note als Befriedigend. Insbesondere spielende Kinder können von den Rasenmäher-Robotern verletzt werden. Bei den beiden Robotern von Honda und Robomow waren die Sicherheitsbedenken so groß, dass die Stiftung Warentest die rote Karte zog. Ein stehendes Kind erkannten alle Rasenmähroboter. Bei krabbelnden Kindern hielten sechs ebenfalls rechtzeitig an. Honda und Robomow fuhren auf die Fußattrappe auf und hinterließen deutliche Schnitte an dem Kinderschuh. Barfuß hätte das zu heftigen Verletzungen geführt. Vergleichbare Unfälle hat es bereits gegeben. Vor den ausgestreckten Händen eines liegenden Kinds dürfte indes kein einziger der Mäher haltmachen. Der Prüffinger erreichte jedes Mal die Messer.

Jenseits aller Sicherheitsbedenken: Der Rasen kann sich bei den meisten Robotern sehen lassen – auch an Stellen, an denen sie oft rangieren, etwa vor der Ladestation. Nur Bosch hinterlässt keinen guten Eindruck. Er schneidet unsauber. Folge: ausgefranste, bräunende Grasspitzen. Bosch schwächelt auch als Einziger bei zehn Zentimeter hohem Rasen, den alle anderen problemlos schaffen.

Bei Mähern für Flächen bis 100 Quadratmetern ist der günstigste befriedigende Rasenroboter der Al-Ko Robolinho 110 für 800 Euro. Etwas besser, aber doppelt so teuer ist der smart Sileno 19060-60 von Gardena.

Bosch hinterlässt kein schönes Grün

Die Hälfte der getesteten Rasenroboter bietet Apps für iOS- und Android-Geräte, über die sich die Mäher programmieren lassen. Drei Android-Apps stuft die Stiftung Warentest als kritisch ein, weil sie Daten senden, die für den Betrieb nicht erforderlich sind, etwa den Mobilfunkanbieter. Die iOS-Apps machen das nicht. Als sehr kritisch bewerten die Tester das Sendeverhalten bei Robomow. Die App ist mit einem Passwort geschützt, das unverschlüsselt an den Anbieter übermittelt wird. Auch das ist ein Sicherheitsrisiko. mm

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