Gartentipp der Woche

Warum die Rosenpflege nach der Blüte wichtig ist

von Redaktion

Es ist Anfang Juni, die ersten Rosen blühen schon ab. Die Rosenblüte erschien heuer um zwei bis drei Wochen früher. Bedingt durch milde Temperaturen ohne Frost und den teilweise üppigen Niederschlägen blühten viele Rosen schon im Mai auf. Pflegetipps und was jetzt zu tun ist, erklären die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie. Denn nach der ersten Blüte ist das Rosenjahr noch nicht beendet.

Einmalblühende Rosen blühen früher und anhaltender. Auch wenn der Name schon sagt, dass die Pflanzen keine weitere üppige Blüte hervorbringen werden, kann es sein, dass bei einer solch starken Blüteninduktion wie in diesem Jahr vereinzelte Nachblüher erscheinen. Ansonsten freut man sich über eine reiche Hagebuttenpracht.

Bei mehrmals blühenden Rosen lohnt sich der Griff zur Schere. Man schneidet nicht sehr tief, nur bis zum nächsten voll ausgebildetem Blatt. So erscheinen die Nachblüten schneller. Manchmal haben sich, besonders an alten historischen Rosensorten, kleine Seitentriebe gebildet. Damit ist der Schnitt vorgegeben, denn an den jungen Trieben sind schon neue Blütenknospen angelegt. Es wäre schade, wenn man diese entfernt.

Leider findet man derzeit auch schon einige Schadsymptome an Rosen. Sei es Echter Mehltau oder Rosenrost, hier empfiehlt es sich, betroffene Pflanzenteile großzügig zurückzuschneiden, um mehr Luft und Licht in die Pflanze zu bringen sowie die Krankheitserreger zu entfernen. Welke Triebe werden durch Rosentriebbohrer verursacht, die sich in die Triebe einbohren und schließlich zum Welken und Absterben führen. Auch hier sollte großzügig geschnitten werden.

Rosen, die schon mehrere Jahre auf ihrem Platz stehen, haben ein weit und tief reichendes Wurzelwerk gebildet. Ein ständiges Bewässern ist weder ratsam noch sinnvoll. In Trockenphasen sollte man weniger oft gießen, also nur alle ein bis zwei Wochen, dafür aber durchdringend. Zu starke Trockenheit würde die neue Trieb- und Blütenbildung hemmen. Man sollte immer im Wurzelbereich auf den Boden gießen und nicht über die Blätter, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Meist reicht eine einmalige Düngung der Rosen im Frühjahr, besonders dann, wenn es sich um einen Langzeitdünger wie Kompost oder andere organische Dünger handelt.

Verfärben sich die Blätter während oder nach der Blüte hell, und man hat das Gefühl, dass die Pflanze Hunger leidet und nicht mehr austreibt, kann im Juni nachgedüngt werden. Flüssigdünger oder in Wasser aufgelöste mineralische Dünger wirken schnell. Eine solche Flüssigdüngung erfolgt wöchentlich. Anfang Juli wird das Düngen eingestellt, da die Triebe bis zum Spätherbst und Winter nicht mehr richtig ausreifen und frostempfindlich sind. Eine oft empfohlene Kalidüngung im Herbst ist meist unnötig, da in vielen Gartenböden mehr als genug Kali vorhanden ist.

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