gartentipp

Stauden, die der Hitze trotzen

von Redaktion

Sommerliche Temperaturen und kein Regen in Sicht – so sieht es in manchen Regionen Bayerns aus. Derzeit stöhnen viele Gärtner über das ständige Gießen. Doch es gibt auch Ausnahmen, weiß die Bayerische Gartenakademie: Pflanzen, die selbst vierwöchige Trockenphasen ohne Bewässerung überstehen, zumindest wenn sie schon älter und eingewachsen sind.

Stauden sind pflegeleichte Pflanzen. Sie bieten eine Vielfalt und strukturieren selbst den winterlichen Garten. Im Gegensatz zu einjährigen Sommerblumen werden Stauden nur einmal gepflanzt und sie bilden im Laufe der Jahre größere Horste, wenn sie am richtigen Standort stehen. Einige von ihnen kommen auch mit sommerlicher Trockenheit gut zurecht, sodass häufiges Gießen unterbleiben kann. Oft haben diese Pflanzen sehr geschlitzte, derbe oder auch graulaubige Blätter. Verdickte Rhizome und kräftige Wurzeln können ebenfalls mehr Trockenheit überstehen. Zu den Hitzeverträglichsten gehören unter anderem Purpurglöckchen (Heuchera und Heucherella), Schafgarbe (Achillea), Katzenminze (Nepeta), Kugeldistel (Echinops) und Edeldistel/Mannstreu (Eryngium), Storchschnabel (Geranium), Staudenchrysantheme, Herbstastern, Fetthennen (Sedum) und Wollziest (Stachys) sowie verschiedene Gräser. Robust und trockenheitsverträglich sind auch die Halbsträucher Bartblume (Caryopteris), Blauraute (Perovskia) und Lavendel.

Übrigens bieten sie den Insekten reiche Nahrung. Bei Insekten beliebt sind vor allem Kräuter wie Lavendel, Oregano, Rosmarin und Salbei. Sie kommen während des Sommers oft ohne Zusatzbewässerung aus. Neben Optik und Insektenförderung bieten sie auch kulinarischen Nutzen.

Urbanes Gärtnern liegt im Trend. Somit sind viele Pflanzen in Gefäßen. Der Topf oder ein anderes Pflanzgefäß begrenzt das Erdvolumen und auch den Wurzelballen. Die Pflanzen können ihre Wurzeln nicht nach Wasser ausstrecken. Je größer ein Pflanzgefäß, umso größer ist das Erdvolumen und somit auch die Speicherfähigkeit von Wasser. Das Gießen bei Hitze und Trockenheit erhält die Pflanze am Leben. Besonders dunkle Töpfe erwärmen sich sehr stark. Es besteht die Gefahr, dass die Wurzeln im Topfrandbereich durch die hohen Temperaturen absterben. Man stellt am besten niedrigere bepflanzte Gefäße davor oder schattiert anderweitig.

Dauern Trockenphasen sehr lang, tut auch robusten Pflanzen Wasser gut, um zu überleben. Dann wässert man besser einmal kräftig, jedoch auf wenige Stunden verteilt, als täglich die Pflanzen mit wenig Wasser zu überbrausen. Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit den Wurzelballen erreicht und durchdringt.

Artikel 3 von 5