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Wie lege ich mein Geld richtig an?

von Redaktion

Wenn Sie das Geld nicht aufbrauchen möchten, dann können Sie immer nur die jährlichen Zinsen, Dividenden oder realisierten Wertsteigerungen einsetzen. Angenommen, Sie erzielen eine Rendite von 1 Prozent im Durchschnitt – dann erhalten Sie monatlich rund 373 Euro. Um 1800 Euro monatlich zu entnehmen, müsste die Rendite rund 5 Prozent (4,928 Prozent) betragen – nach Steuern. Vor Steuern müssten es dann circa 6,84 Prozent sein. Diese Durchschnittsrendite wäre eventuell mit einem reinen Aktieninvestment, einem langfristigem Zeithorizont und sehr guten Nerven zu erzielen. Realistisch ist das aber nicht. Allenfalls, wenn Sie weiteres ausreichendes Vermögen im sicheren Bereich besitzen, könnten Sie eine hundertprozentige Aktienanlage dieses Vermögens erwägen. Aus Ihrem hohen Kapitalbedarf ziehe ich aber den Schluss, dass dem nicht so ist. Angenommen, Sie erzielen mit einer Festgeldtreppe langfristig 1,5 Prozent und mischen dieser 25 Prozent aktienbasierte Anlagen mit einer Renditeerwartung von 6 Prozent bei, dann kommen Sie auf eine erwartete Durchschnittsrendite von 2,63 Prozent – vor Steuern. Dann könnten Sie rund 970 Euro monatlich entnehmen. Wollten Sie die Summe auf 1800 Euro erhöhen, wäre Ihr Kapital nach knapp 30 Jahren verbraucht. Welchen Mix aus Aktien- und Festgeld Sie wählen, hängt von Ihrer Risikoeinstellung ab. Eine klassische Rentenversicherung, die Ihnen 5 Prozent oder mehr verspricht, gibt es derzeit nicht.

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