Ganz wichtig: Matratzen für die Kleinsten sollen vor allem sicher sein. Zu weiche Unterlagen könnten für Babys gefährlich werden. Die Stiftung Warentest warnt davor, dass Babys in zu weichen Matratzen ersticken können. „Diese Gefahr droht, wenn Mund und Nase gleichzeitig blockiert sind“, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „test“.
Jede zweite Matratze ist „mangelhaft“
Ärgerlich bei der Prüfung: Fast jede zweite Kindermatratze im Test ist „mangelhaft“. Sieben Matratzen patzten bei der Sicherheit und erhielten damit die schlechteste Bewertung. Folgende Produkte fielen im Test durch: Alvi Max, Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Plus, Julius Zöllner Dr. Lübbe Baby Dream Comfort, MFO Matratzen Dornröschen, Pinolino Kinderträume Allergo-Vlies, Träumeland Schlummerstern und Waschbär Kindermatratze Kokos/Latex.
Qualität muss nicht teuer sein
Fünfmal konnten die Tester ein „Gut“ vergeben. Auch der jüngste Kindermatratzentest zeigt: Qualität ist nicht an hohe Preise gebunden. Eine sehr günstige Matratze, Ikea Skönast für 70 Euro, kann sich vorne im Testfeld einreihen. Zu den guten Kindermatratzen gehören auch Dänisches Bettenlager Jonas, Hessnatur Lena, Prolana Kati Plus und Paradies Sara.
Immer wieder testet die Stiftung Warentest Matratzen – Kindermatratzen, Babymatratzen, Kinderbettmatratzen (Matratzen 70 mal 140 Zentimeter). Alle Matratzen durchlaufen ein strenges Testprogramm.
Umfangreiches Testprozedere
Wie üblich prüfen die Tester auf Schadstoffe, Haltbarkeit, Komfort – und Sicherheit. Neu aber ist der Kugeltest. Er stammt aus einer Norm, die seit August 2017 in Kraft ist. Der Kugeltest simuliert, was geschehen kann, wenn sich Kinder im Schlaf auf den Bauch drehen. Der Testaufbau soll das Einsinken des Kopfes in die Matratze nachstellen. Bedauerlich: Sechs der 14 Babymatratzen im Test scheitern an dieser Prüfung.
Worauf Eltern achten sollten
Eltern sollten sich Zeit nehmen, um die beste Kinderbettmatratze zu finden. Die Stiftung Warentest hat sich diese Zeit ebenfalls genommen. Die Tester haben 15 000 Mal über die Matratzenkerne gewalzt, haben die Babymatratzen in Klimakammern gesteckt, ihren Kern freigelegt und die Liegeeigenschaften untersucht. Worauf Eltern achten müssen: Die beste Matratze für Kinder ist mittelhart und besteht den Normtest. Der Härtegrad hingegen ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass sich das Kind auf der Matratze wohlfühlt. Auch sollten Eltern ihr Kind nach Möglichkeit probeliegen lassen, bevor sie eine Kinderbettmatratze kaufen.
Wie Babys sicher schlafen
„Rückenlage ist das Wichtigste“, heißt es in der Zeitschrift „test“. Das Baby sollte zum Schlafen auf den Rücken gelegt werden. „In Bauchlage könnte sich ausgeatmete, kohlendioxidreiche Luft zwischen Gesicht und Matratze sammeln.“ Atme das Kind sie wieder ein, könne das zu Sauerstoffmangel führen, falls das Baby nicht von allein aufwache. Befürchtungen, dass das Baby sich in Rückenlage an Aufgestoßenem oder Erbrochenem verschlucken könne, sei unbegründet. „Auch die Seitenlage ist nicht zu empfehlen, weil sich das Kleine im Schlaf auf den Bauch drehen könnte“, so der Ratschlag der Experten. Sobald das Baby aufwache, könne man es auf den Bauch legen. „Das kräftigt auch die Nackenmuskeln.“
Schlafsack ohne Kuschelkissen
Eine Decke kann laut Stiftung Warentest über den Kopf des Babys rutschen und zu Überwärmung und Sauerstoffmangel führen. Sicherer sei daher ein Schlafsack. Eltern sollten darauf achten, dass der Kopf nicht durch die Halsöffnung passt. „Auch Kissen, Kuscheltiere oder Bettumrandungen gehören nicht ins Babybett“, warnen die Tester. mm