LESER FRAGEN – EXPERTEN ANTWORTEN

Anlage bei der Genossenschaftsbank

von Redaktion

Irene J.: „Wir sind schon seit einigen Jahren Kunden bei der Sparda-Bank München und halten daher einige Genossenschaftsanteile. Jetzt haben wir das Angebot erhalten, diese Anteile erheblich zu erhöhen. Die Rendite für 2017 lag laut Sparda bei 1,5 Prozent. Was halten Sie von diesem Angebot?“

Sie können bei der Sparda Bank München derzeit bis zu 50 Anteile zeichnen, ein Anteil kostet 52 Euro. Pro Person könnten Sie also maximal 2600 Euro dort anlegen. Die Dividende für das vergangene Jahr wird stets auf der Hauptversammlung festgelegt. Sie betrug für das Jahr 2017 1,5 Prozent.

Ob die Summe von 2600 Euro beziehungsweise 5200 Euro als Anlage bei einer Genossenschaftsbank für Sie passend ist, kann man nur beurteilen, wenn man Ihre finanzielle Situation kennt. Wichtig zu wissen ist meines Erachtens: Genossenschaftsanteile fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Der Anleger haftet mit der sogenannten Haftsumme. Diese beträgt laut Antragsunterlagen 52 Euro pro Anteil.

Die Höhe der Dividende ist verglichen mit dem Marktumfeld für Zinsanlagen in der Regel attraktiv. Sie hängt vom wirtschaftlichen Erfolg der Bank ab und wird bei der Hauptversammlung festgelegt. Bei Kündigung erhalten Sie das Geld erst nach der nächsten Hauptversammlung zurück, außerdem müssen Sie meistens eine Kündigungsfrist beachten (hier: drei Monate vor Geschäftsjahresende).

Wenn Ihr Vermögen ausreichend hoch ist, spricht grundsätzlich nichts gegen eine Beimischung von Genossenschaftsanteilen Ihrer Bank. Dies gilt besonders, wenn Sie sich auch sonst mit den Zielen „Ihrer“ Bank identifizieren können. Die Sparda Bank München stellt zum Beispiel ihren nachhaltigen Ansatz heraus.

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