Matratzen für Dicke und Dünne

von Redaktion

Große und schwere Menschen brauchen eine andere Matratze als kleine, leichte. Die Testschläfer der Stiftung Warentest deckten sogar vier verbreitete Körpertypen ab. Das Ergebnis des großen Taschenfederkern-Matratzentests: Vier relativ günstige schnitten „gut“ ab. „Sehr gut“ war keine.

Die Stiftung Warentest hat 21 Federkernmatratzen der Größe 90 mal 200 Zentimeter geprüft, darunter 7 baugleiche.

Für wen geeignet?

Federkernmatratzen eignen sich für Menschen, denen im Schlaf schnell warm wird. Dank des offenen Innenlebens kann die Luft zirkulieren und sorgt so für Kühlung. Gerade für Seitenschläfer sei das Problem aber, dass häufig die Schultern nicht tief genug einsinken. Schwere Menschen sollten bei weichen Modellen zudem darauf achten, dass die Matratze mindestens 18 Zentimeter dick ist – damit sie nicht bis zum Lattenrost durchsinken.

Taschenfederkern hat den Vorteil, dass die Federn nur da nachgeben, wo Druck auf ihnen lastet. Sie schwingen gering nach und transportieren Feuchtigkeit gut ab. Ein Nachteil ist, dass sie relativ schwer sind und sich mit der Zeit Kuhlen bilden können.

Wie der Test lief

Die Liegeeigenschaften wurden am schwersten gewichtet, sie machten 40 Prozent der Bewertung aus. Geachtet wurde auf verschiedene Figurtypen und wie sie die Matratze in Rücken- und Seitenlage stützt. Die Haltbarkeit floss mit 25 Prozent in den Test ein, der Bezug (Waschbarkeit, Verarbeitung) zu 10 Prozent und Deklaration zu 10 Prozent (Angaben zu Material, Aufbau und Werbung).

Gerüche

Nach dem Auspacken kann es sein, dass die Matratze zunächst unangenehm riecht. Das sollte spätestens nach 28 Tagen verflogen sein, meinen die Tester. Besonders streng roch im Test Ikeas Matratze Hövag. Aber auch bei ihr gab es nach vier Wochen kaum noch etwas auszusetzen.

Gute Modelle

Gute Liegeeigenschaften für Rücken- und für Seitenschläfer attestieren die Tester nur einer Matratze, der Classic von MFO. Große Menschen ohne ausgeprägten Bauch und kleine Schläfer mit breitem Becken liegen demnach auch auf der Hn8 Dynamic gut. Kleine Leute mit breitem Becken machen mit der Ravensberger, Mömax und Breckle nichts verkehrt.

Auf dem Siegertreppchen mit der Gesamtnote „gut“ standen: Hn8 (189 Euro), MFO Classic (278 Euro), Breckle Accord 1000 Deluxe (219 Euro) und Springs and Foam (150 Euro). Alle anderen getesteten Matratzen waren „befriedigend“, wobei die Preisunterschiede von 149 Euro bis 435 Euro reichten.

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