Wer sein Sprudelwasser selbst macht, spart Müll und Aufwand: Kein Einweg-Plastik, keine Kisten, die transportiert und geschleppt werden müssen. Die Stiftung Warentest hat deshalb sieben Geräte getestet, mit zum Teil sehr schlechten Ergebnissen (test 7/2019). Freunde von viel Kohlensäure werden enttäuscht sein: Von sieben Wassersprudlern schaffen nur drei tatsächlich, spritziges Wasser zu erzeugen. Drei sprudeln höchstens medium, eins sogar nur sanft.
Die besten Sprudler
Im Test gelingt es nur Aarke (Anschaffungspreis: 229 Euro plus Gaszylinder, Testsieger. Note 2,0), Kitchenaid (299 Euro, 3. Platz. Note 2,2) und Sodatrend (80 Euro. 2. Platz. Note 2,0), ein spritziges Wasser herzustellen (4,2 bis 6,2 Gramm CO2 je Liter). Bei den anderen Geräten sprang bereits vorher das Überdruckventil an – damit ist die maximale Kohlensäuremenge, also auch das maximale Prickeln erreicht.
Die Sprudler von Pearl (70 Euro. 5. Platz. Note 2,6) und die beiden von Sodastream (easy, 65 Euro. 4. Platz. Note 2,5 Euro sowie Crystal, 110 Euro, 6. Platz. Note 2,7 Euro) schaffen nur Wasser mit einem CO2-Gehalt zwischen 3,2 und 3,7 Gramm pro Liter. Die wenigste Kohlensäure brachte My Sodapop (70 Euro, 7. Platz. Note 3,7) ins Wasser – das ist weniger als bei einem sanften Medium-Wasser. Hier reichte es nur für ein Ausreichend.
Zylinder schnell leer
Die niedrige Sprudelkraft von My Sodapop hat jedoch den Vorteil, dass der Gaszylinder für 86 Liter hält. Hier schnitt am schlechtesten der Sodastream Crystal ab. Ein Kohlensäure-Zylinder reichte bei diesem Sprudler gerade mal für 44 Liter – obwohl das Wasser bloß mittelmäßig spritzig ist. Das Problem: Hier entweicht besonders viel CO2 ungenutzt beim Aufsprudeln, sagen die Tester.
Kunststoff ist besser
Ausgerechnet die beiden Geräte mit der Glasflasche stehen am Ende der Bewertungstabelle – bedauerlich, weil die Sprudler ja Plastik vermeiden wollen. Dabei hätte Glas den Vorteil, dass die Flaschen spülmaschinenfest sind (im Gegensatz zu den Plastikflaschen) und nicht altern. Beim Pearl müssen die Flaschen sogar nach Ablauf des Verfallsdatums ausgetauscht werden.
Kein Geld gespart
Selber sprudeln ist praktisch, aber nicht billiger. Nur zwei Sprudler kommen an den Preis günstiger Mineralwässer heran: Pearl und Sodatream Easy. Mit einem günstigen Gaszylinder kostet der Liter 11 bzw. 13 Cent. Zum Vergleich: Die billigsten Classic-Mineralwasser im Handel kosten 13 Cent je Liter. Den Preis fürs Sprudeln beeinflussen nach Anschaffung der Geräte der CO2 Gehalt im Wasser und die Füllungen der Gaszylinder.
Weichmacher
Um Schadstoffe braucht sich der Verbraucher keine Gedanken machen. Spuren von Weichmachern seien weit entfernt von Grenzwerten und Gesundheitsrisiken, so die Tester.
Hygienetipps
Hygiene ist für Selbersprudler ganz wichtig. Wer aus der Flasche trinkt, sollte vor dem nächsten Sprudeln gründlich die Flasche auswaschen. Sonst können Keime in das System gelangen. Regelmäßig sollte auch die Düse gereinigt werden, damit dort keine Bakterien entstehen. Die Flasche und das System nach dem Einsatz trocknen lassen. Wasser vor dem Sprudeln kühlen. Denn je kälter Wasser ist, desto besser nimmt es das Kohlenstoffdioxid auf.