Die besten Noten bekamen beim sowohl bei Waschwirkung als auch beim Preis die Buntwaschmittel von Aldi, dm und Lidl. Die Waschwirkung des Aldi-Produktes Tandil Color war dabei sogar noch etwas besser als das dm-Denkmit-Produkt, Lidl Formil Color. „Gut“ waren auch die Flüssigen von Edeka, Netto, Penny und Rewe.
14 oder 25 Cent für einen Waschgang
Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei den Spitzenreitern sehr gut: Bei ihnen kostet ein Waschvorgang 14 Cent. Zum Vergleich: Beim einzigen mit „Gut“ bewerteten Markenprodukt, Persil Color Gel, sind es 25 Cent pro Wäsche.
Warum „mangelhaft“ so schlecht ist
Ein Flüssigwaschmittel bekam sogar „Mangelhaft“: Das Coral Optimal Color, das auch teuer ist. Eine Waschvorgang schlägt hier mit durchschnittlich 23 Cent zu Buche. Mangelhaft getestete Waschmittel „verteilen den Schmutz eher als ihn abzutragen und auszuspülen“, so die Warentester in ihrer aktuellen Zeitschrift „test“. „Nach mehreren Wäschen sind die Textilien vergraut.“ Hinzu kommt: Es wirkt – wie auch zwei weitere Flüssigwaschmittel (Spee und Weißer Riese) – eher schwach gegen Flecken.
Colormittel verhindern das Abfärben
Zwar entfernten Colorwaschmittel Flecken grundsätzlich schlechter als gute Vollwaschmittelpulver, da sie keine Bleichmittel enthalten. Zehn der Flüssigen zeigten aber, was mit wirksamen Kombinationen fettlösender Tenside und schmutzknackender Enzyme möglich sei. „Sie entfernen Flecken im 40-Grad-Programm insgesamt gut,“ so „test“.
Außerdem sollen Colorwaschmittel das Abfärben verhindern. Im Test funktioniert das weitgehend. Mit allen geprüften Mitteln wirkten die Farben nach 20 Wäschen noch schön. „Bei den meisten verhinderten spezielle Substanzen zudem gut, dass Farbstoffe von einem Textil aufs andere übergehen.“ Drei Flüssigwaschmittel waren bei „test“ in dieser Disziplin nur „befriedigend“. In puncto Faserschonung fielen die Resultate allerdings zumeist eher mäßig aus.
Dass die flüssigen Colorwaschmittel so gut abschneiden, ist laut „test“ vor allem für Verbraucher erfreulich, die auf Waschpulver verzichten, da bei dessen Verwendung auf dunkler Wäsche weiße Streifen zurückbleiben können – Spuren von Wasserenthärtern, meist Zeolithe, die das Spülwasser nicht immer vollständig abtransportiert. Allerdings müssten die Hersteller in Flüssigwaschmitteln Konservierungsstoffe verwenden, meist Isothiazolinone, die laut den Testern unter Umständen Allergien auslösen können. Allerdings würde eine ordnungsgemäß funktionierende und eingesetzte Waschmaschine diese Stoffe so weit herausspülen, dass sie Allergikern nichts mehr anhaben könnten. In Waschpulvern sind diese Konservierungsmittel nicht enthalten, ebenso in den Gelkissen, die Flüssigwaschmittel enthalten.
Gelkissen ohne Zusatznutzen
Allerdings sind diese Caps oder Pods, die man direkt in die Wäschetrommel legt, laut Stiftung Warentest den herkömmlichen flüssigen Colorwaschmittel sowohl bei der Wirkung als auch beim Preis völlig unterlegen. Die Gelkissen, in denen das Flüssigwaschmittel in sich auflösender Folie eingeschweißt ist, kommen in der Stichprobe zumeist nicht über ein „Ausreichend“ hinaus. Nur Persil Duo Caps Color erhielt ein „Befriedigend“, Lenor 3in1 Pods Colorwaschmittel Amethyst Blütentraum war sogar „mangelhaft“.
Mittel heute noch stärker konzentriert
Fast alle Anbieter haben ihre Flüssigwaschmittel im Vergleich zum Vorjahrestest stärker konzentriert, um Verpackungsmüll und Transportkosten zu sparen: „Eine Waschladung benötigt jetzt statt 75 meist 50 bis 55 Milliliter Colorwaschmittel“, so die Experten. Offenbar seien die Hersteller mit den neuen Rezepturen teils aber noch unzufrieden. Zu elf der 21 Produkte teilten die Anbieter mit, dass sie diese seit Beginn des Tests geändert hätten. Zwei der Gelkissen, die im Test nur „ausreichend“ und „mangelhaft“ abschnitten, lägen aber noch in den Regalen – und auch die drei Testsieger. we