Gestiegene Nahrungsmittelpreise und Energiekosten haben die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli leicht nach oben getrieben. Die Jahresteuerungsrate stieg auf 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag anhand erster Daten mitteilte. Im Juni hatte die Inflationsrate noch bei 1,6 Prozent gelegen, im Mai waren es 1,4 Prozent.
Besonders für Nahrungsmittel (plus 2,1 Prozent) mussten die Menschen in Deutschland mehr Geld ausgeben als im Juli 2018. Energie verteuerte sich um 2,4 Prozent. Allerdings verlangsamte sich der Anstieg. Im Juni hatte Energie noch 2,5 Prozent mehr gekostet als im Vorjahr, im Mai waren es 4,2 Prozent. Unerwartet deutlich hätten sich zudem Kleidung und Schuhe verteuert, erläuterte Carsten Brzeski, ING-Chefvolkswirt Deutschland.
Auch im Freistaat zogen die Preise an, die Inflationsrate lag in Bayern laut Landesamt für Statistik ebenfalls bei 1,7 Prozent. Überdurchschnittlich gestiegen sind auch hier die Preise für Nahrungsmittel (plus 2,9 Prozent).
Bei den einzelnen Produkten verlief die Entwicklung den Statistikern zufolge allerdings sehr unterschiedlich. So hat sich Gemüse (plus 14,8 Prozent) in Bayern deutlich verteuert, während die Preise für Obst im Vergleich zum Vorjahr gefallen sind (minus 2,9 Prozent), teilte die Behörde in Fürth mit. dpa/mm