Im Garten, im Supermarkt und auch an Verkaufsständen am Straßenrand leuchten jetzt wieder bunte Kürbisse aller Art. Zur Herbstdekoration eignen sich alle, zum Verzehr nur die Speisekürbisse. Sie sind frei von giftigen Bitterstoffen, den sogenannten Cucurbitacinen, die schwere Verdauungsprobleme verursachen können. Auch Kochen zerstört diese Bitterstoffe nicht. Daher sollte man im Zweifelsfall stets ein kleines Stückchen rohen Kürbis probieren. Schmeckt er bitter, darf er nicht ins Essen.
Ansonsten sind Kürbisse eine vielseitige und gesunde Bereicherung des Speiseplans. Sie liefern wenig Kalorien, dafür verdauungsfördernde Ballaststoffe, reichlich Kalium und Carotinoide. Diese helfen als Radikalfänger beim Schutz der Zellen und fördern als Provitamin A die Sehkraft. Kürbisse enthalten zudem Phytosterine. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper bei der Regulierung des Cholesterinspiegels helfen können. Alle Speisekürbissorten sind mild im Geschmack, dennoch gibt es Unterschiede. Als besonders fein im Aroma gilt der birnenförmige Butternut-Kürbis. Ebenso wie die würzigen Moschuskürbisse schmeckt er auch roh, zum Beispiel fein geraspelt in einem Salat. Am bekanntesten und beliebtesten ist hierzulande der aus Japan stammende orangerote Hokkaido-Kürbis. Sein Fruchtfleisch bleibt auch nach dem Kochen fest und hat kaum Fasern. Praktisch: Seine Schale ist so dünn, dass er nicht extra geschält werden muss. Er eignet sich für alle erdenklichen Zubereitungsformen. Hokkaido lässt sich zu Suppe, Chutney oder Ofengemüse verarbeiten, mit Pasta oder als Risotto kombinieren, er eignet sich zum Füllen und Überbacken, als Brei für Babykost oder auch für süße Rezepte wie Kürbismarmelade oder Kürbiskuchen. Herzhaft gewürzt lässt sich Kürbis gut mit Ingwer, Chili, Rosmarin oder Knoblauch kombinieren. Er harmoniert mit dem fruchtigen Geschmack von Äpfeln ebenso wie mit Zimt, Nelken oder Vanille. Wer sich an Riesenkürbisse wie den Gelben Zentner wagt, kann größere Mengen an Fruchtfleisch einkochen oder einfrieren. Dafür den Kürbis würfeln und wenige Minuten in kochendem Wasser blanchieren.
Ist der Kürbis einmal angeschnitten, hält er sich auch im Kühlschrank nur wenige Tage. Im Ganzen sind ausgereifte Kürbisse bei trockener Lagerung dagegen etliche Wochen haltbar. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Kürbis keine beschädigte Schale oder weiche Stellen hat. Reife Kürbisse klingen hohl, wenn man auf die Schale klopft. Der Stiel sollte noch am Kürbis dran und verholzt sein. Fehlt der Stiel, können Bakterien eindringen und der Kürbis fault schneller.
Ofenkürbis
Zutaten: Ein mittelgroßer Hokkaido-Kürbis, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rosmarin, eine Knoblauchzehe.
Zubereitung: Den Kürbis waschen und halbieren. Die Kerne im Inneren mit einem Löffel herauskratzen. Danach den Kürbis in etwa zwei Zentimeter dicke Spalten schneiden. Aus Öl, Salz, Pfeffer, Rosmarin und gehacktem Knoblauch eine Marinade anrühren und mit den Kürbisspalten vermengen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die marinierten Kürbisspalten darauf verteilen und bei 180 Grad 30 Minuten im Ofen backen. Nach Belieben mit Fetawürfeln oder Parmesanspänen bestreuen und mit Blattsalaten servieren.