Apfelmus oft günstig und gut

von Redaktion

Milchreis, Kartoffelpuffer, Eierkuchen – ein Klecks Apfelmus gehört einfach dazu. Die Stiftung Warentest hat Apfelmus und Apfelmark getestet und auch die beliebten Quetschies der Sorte Apfel für Kinder unter die Lupe genommen.

Test

Äpfel zerkleinern, dämpfen, passieren – die Methode, Äpfel einzukochen und dadurch haltbar zu machen, ist uralt. Allerdings bereiteten die Haushalte das Obstpüree früher selbst zu, heute übernimmt das zu großen Teilen die Industrie. Ihre Gläser, Kartons und Quetschbeutel stehen in jedem Lebensmittelgeschäft. Die Stiftung Warentest hat 25 Produkte getestet, darunter klassisches und preiswertes Apfelmus mit Zuckerzusatz, Apfelmark ohne zugesetzte Süße und Fruchtmus aus Äpfeln in Quetschbeuteln. Sie prüfte auf Schadstoffe wie Pestizide sowie darauf, ob wirklich nur einwandfreie Äpfel verarbeitet wurden und wie viel Aroma aus dem Apfel noch enthalten ist. Das Apfelmark – es kostet oft dreimal mehr als Mus – kontrollierten die Tester noch auf zugesetzten Zucker. Im Geschmackstest wurde ermittelt, ob es soviel anders schmeckt als Apfelmus.

Geschmack und Preis

Die test-Qualitätsurteile reichen von gut bis gerade noch ausreichend. Ein Grund: Die Produkte unterscheiden sich mitunter deutlich im Geschmack. Die drei besten in diesem Prüfpunkt schmecken aromatisch, komplex, kräftig nach Apfel und leicht süß. Gutes Apfelmus muss nicht teuer sein. Das beste Mus, Freshona von Lidl, kostet nur 8 Cent pro 100 Gramm (Gesamtnote 1,8). Knapp dahinter, doch mehr als dreimal so teuer: HAK Apfelmus für 28 Cent/100 Gramm. Wer auf weniger Zucker und Kalorien Wert legt, greift zu Apfelmark. Am besten ist das Bio-Mark von Alnatura für 28 Cent/100 Gramm. Bei anderen dagegen kam der Apfel wenig zur Geltung, sie waren etwas fade. Einige hatten auch störende Lager- oder Kochnoten.

Quetschies

Keiner der sechs Quetschies im Test überzeugt. Und sie sind teuer. Zwischen 37 Cent und 1,10 Euro kosten 100 Gramm. Alle schmeckten wenig intensiv nach Apfel, das Mus von Bio-Zentrale zudem bitter. Das Lidl-Bio-Mus war insgesamt fade und schmeckte wie der Quetschie von Aldi Süd leicht nach Plastik. Außerdem sei Äpfelkauen für Babys und Kleinkinder weit besser, als an Quetschbeuteln zu nuckeln.

Verpackung

Wenn der fruchtige Apfelinhalt verspeist ist, gehen die Verpackungen in den Müll. Welche Verpackungsart hat welche Vorteile? Glas bietet einige Pluspunkte: Es gibt etwa keine Stoffe ins Lebensmittel ab, lässt sich vergleichsweise gut recyceln, die Deckel können im Wertstoffmüll entsorgt werden. Minuspunkte von Glas: Es ist schwer und zerbrechlich. Verbundkartons sind leichter und bruchsicher, aber im Test bestanden sie aus verschiedenen Folienschichten – das erschwert das Recycling, für das sortenreine Kunststoffe die Voraussetzung sind. Aus solchem Verbundmaterial bestehen auch die meisten Quetschbeutel.  mm

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