Geburtsdaten bleiben geheim

von Redaktion

Das Geburtsdatum ihrer Kunden dürfen Online-Shops nur im Ausnahmefall verlangen. Geht es Händlern tatsächlich nur darum, die Geschäftsfähigkeit eines Käufers oder einer Käuferin zu überprüfen, sei das datenschutzrechtliche Prinzip der Datenminimierung zu beachten. Das hat das Verwaltungsgericht Hannover in einem Urteil (Az.: 10 A 502/19) entschieden, auf das der Deutsche Anwaltverein (DAV) hinweist. Zum Überprüfen der Geschäftsfähigkeit reiche es, lediglich die Volljährigkeit abzufragen, so das Gericht. Das ist beispielsweise möglich, indem der Kunde oder die Kundin einfach nur ein Häkchen in einer Checkbox setzen muss. In dem Fall hatte die niedersächsische Landesbeauftrage für den Datenschutz gegen eine Versandapotheke geklagt. Letztere bot in ihrem OnlineShop auch zahlreiche Drogerieartikel und apothekenpflichtige Medikamente an, die nicht altersspezifisch dosiert werden müssen. Allerdings fragte das Unternehmen bei jeder Bestellung das Geburtsdatum ab. Die Versandapotheke hatte als Argument vorgebracht, aufgrund der für Apotheker geltenden Berufsordnung altersgerecht beraten können zu müssen.  dpa

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