Mittel gegen Motten im Test

von Redaktion

Löcher in den Klamotten sind ärgerlich und gehen ins Geld. Kleidermotten finden in Schränken, Schubladen und Teppichen Wolle, Pelze, Federn, Haare, wovon sie sich ernähren. Pflanzliches wie Baumwolle mögen sie nicht. Den Lochfraß in Pullis und Teppichen verursachen die Larven. Warentest rät zu dem Dreiklang: Motten aufspüren, bekämpfen, Neubefall verhindern.

Mit der Aeroxon Kleidermotten Falle lassen sich die Lästlinge gut finden – ohne Gift. Um sie loszuwerden, reichen Fallen aber nicht. Im Kampf gegen die Falter wirkt Nexa Lotte Motten-Papier mit Insektengift am stärksten.

Motten aufspüren

Lockstoff-Klebefallen sind giftfrei. Sie zeigen einen Befall an und helfen, die Quelle zu finden. Diese Fallen geben Sexuallockstoffe der weiblichen Motten ab, locken damit die Männchen auf ihre Klebefläche und halten sie fest. Zum Aufspüren reicht das, zum Bekämpfen aber nicht. Denn die Weibchen überleben und legen Eier.

Fallen stellt man an mehreren Stellen auf, jedoch nicht zu nah an offene Fenster – denn dann würden sie Männchen von draußen anlocken. Aeroxon (4,50 Euro/Note 2,2) gingen die meisten Falter auf den Leim. Die mangelhafte Terrasan Home Kleidermottenfalle (5,80 Euro/Note 5,0) blieb im Test fast leer. Die Nexa Lotte Kleider & Textil Mottenfalle (4,95 Euro/Note 2,8) befanden die Tester „befriedigend“.

Motten töten

Nexa Lotte Motten-Papier (1,75 Euro/Note 2,0) ist das einzige Bekämpfungsmittel, was die Tester mit „gut“ bewerteten. Die Bekämpfungsmittel töten Insekten mit Bioziden.

Diese Gifte sind problematisch. Die Nervengifte töten Motten, können aber auch Katzen schwer schaden. „Im Kinderzimmer sind sie tabu“, betont Warentest. Ein „befriedigend“ bekamen Aeroxon Mottenpapier (2,29 Euro/Note 2,7) und dm Profissimo Mottenschutz-Papier (0,95 Euro/Note 2,9). Aeroxon Langzeit Mottenschutz war „ausreichend“ und vergleichsweise teuer (6 Euro/Note 4,0).

dm Profissimo Mottenschutz-Duftsäckchen (2,45 Euro/Note 5,0) und Raid Motten-Gel Lavendel (2,85 Euro/ Note 5,0) bewerteten die Warentester mit „mangelhaft“.

Vertreiben

Keines der fünf getesteten Vertreibungsmittel schreckte die Motten gut ab. Nexa Lotte Cedarholz- Ringe (2,97 Euro/Note 4,0) und Rossmann Rubin Duftende Mottengel-Pads (1,79 Euro/Note 4,0) waren noch „ausreichend“.

Die anderen drei wurden als „mangelhaft“ erachtet: Aries Anti Mott Duftspender (5,60 Euro/Note 5,0), Naturkraft Mottenschutzsäckchen (3,80 Euro/Note 5,0) und Neudorff Permanent Mottenschutz ProAktiv (8 Euro/Note 5,0).

Die Vertreibungsmittel verbreiten Gerüche, damit die Falter verduften. Der Geruch ist zum Teil extrem, nichts für Empfindliche, warnen die Warentester. Das Cedarholz von Nexa Lotte sei dagegen unbedenklich.

Schlupfwespen

Es gibt noch die Möglichkeit, mit Schlupfwespen, einem natürlichen Gegner, den Kleiderklamotten den Garaus zu machen.

Diese winzigen, nicht stechenden Wespen suchen nach Motteneiern, legen ihre eigenen Eier in ihnen ab und die Mottenbrut stirbt. Diese Methode dauert und ist recht teuer. Sechs Lieferungen mit je zwei Karten vom Anbieter Plantura kosten rund 45 Euro.

Tipps gegen Schädlinge

Wie man Kleidermotten endgültig los wird – dazu gibt Stiftung Warentest folgende Tipps:

. Erkennen: Nicht jede Motte ist eine Kleidermotte. Der gelbliche Nachtfalter ist lichtscheu klein und versteckt sich. Die Larven sind weißlich und haben einen braunen Kopf.

. Suchen: Um das Problem in den Griff zu bekommen, muss als Erstes der Befalls-herd identifiziert werden. Ein Weibchen kann 250 Eier legen, bevor es nach etwa drei Wochen stirbt. Der Geruch von befallenem Material ist für Motten zudem besonders attraktiv.

. Prüfen: Textilien auf Löcher und Gespinströhrchen kontrollieren! In ihnen halten sich Larven auf. Nur sie fressen Wolle, Federn, Pelze und Haare. Stark zerstörte Sachen sollten eingetütet in den Hausmüll geworfen werden.

. Putzen: Im Umfeld sollten Flächen, Spalten und Ecken akribisch und regelmäßig abgesaugt werden. Danach feucht abwischen und vollständig trocknen lassen. Um versteckte Schädlinge zu erwischen, hilft auch Föhnen.

. Hitze und Kälte: Eine Woche im Gefrierfach überleben Larven und Eier nicht. Ebenso wenig eine Stunde bei 50 bis 60 Grad Celsius im Backofen.

. Vorsorgen: Nur gewaschene saubere Kleidung in Schränke und Schubladen legen – Gerüche und Haare ziehen Motten an. Kleider regelmäßig kontrollieren, ausschütteln und waschen.

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