Aus für Giropay: Paypal war nicht zu schlagen

von Redaktion

Das heimische Bezahlsystem hat sich nicht durchgesetzt. © Jens Kalaene, dpa

Das Aus für das gemeinsame Online-Bezahlverfahren Giropay/Paydirekt der deutschen Banken und Sparkassen rückt näher. „Im Rahmen ihrer Gesellschafterversammlung am 12.06.2024 haben die Gesellschafter der Paydirekt GmbH unter Vorbehalt der Zustimmung ihrer entsprechenden Gremien die Einstellung des Zahlverfahrens Giropay zum Ende dieses Jahres beschlossen“, teilte eine Paydirekt-Sprecherin am Donnerstag mit.

Das im Herbst 2015 als Paypal-Konkurrenz unter der Marke Paydirekt gestartete gemeinsame Angebot hat die Erwartungen in Sachen Reichweite nie erfüllt – weder bei Verbrauchern noch bei Händlern. Die Bereitschaft, weiteres Geld in Paydirekt/Giropay zu investieren, war dem Vernehmen nach angesichts der mauen Erfolgsbilanz gering – zumal derzeit auf europäischer Ebene mit deutscher Unterstützung das Bezahlsystem EPI vorangetrieben wird.

Die deutsche Kreditwirtschaft hatte Paydirekt im Herbst 2015 mehr als dreieinhalb Jahre nach ersten Vorarbeiten an den Start gebracht, um dem US-Riesen Paypal sowie den Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard im boomenden Online-Handel ein heimisches Bezahlangebot entgegenzusetzen. Allerdings zogen die Verbraucher offenbar das Original vor, Paypal legt weiter zu und kommt inzwischen nach eigenen Angaben auf 35 Millionen aktive Nutzerkonten in Deutschland.

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