In unsicheren Zeiten halten sich Konsumenten zurück. © dpa
Herford – Das trendige Sofa oder das neue Bett müssen in unsicheren Zeiten warten: Die Verbraucher haben in den ersten drei Monaten 2025 weniger Geld für Möbel ausgegeben als noch vor einem Jahr. Die Möbelindustrie meldet für diesen Zeitraum einen Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. „Unsere Branche hat im ersten Quartal weiterhin die große Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher infolge der politischen Krisen und der gestiegenen Lebenshaltungskosten zu spüren bekommen“, erklärte der Geschäftsführer des Verbands der deutschen Möbelindustrie (VDM), Jan Kurth, laut einer Mitteilung. „Die Menschen in Deutschland legen ihr Geld derzeit lieber auf die hohe Kante, als es in Konsumgüter zu investieren.“ Je nach Art der Möbel gab es allerdings deutliche Unterschiede: So sank der Umsatz der größten Sparte Küchenmöbel von Januar bis März nur um 1,8 Prozent. Die Hersteller von Sofas und Sesseln dagegen verzeichneten ein Minus von 9,8 Prozent. Im Segment Matratzen gingen die Umsätze sogar um 18,3 Prozent zurück. Ein Drittel des Umsatzes machte die Branche im Ausland.