Abstand vom Alltag: Da ist der ökologische Fußabdruck oft schnell vergessen. © dpa
Eine Mehrheit der Deutschen (67 Prozent) möchte laut einer Umfrage nachhaltiger reisen – im tatsächlichen Reiseverhalten spiegelt sich dieser Wunsch aber kaum wieder. Den Grund für diesen Widerspruch sieht eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) und der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen in den verschiedenen Ansprüchen, die Reisende an ihren Urlaub stellen: Nachhaltigkeit ist bei der Reiseentscheidung nur einer unter vielen Wünschen. „Die allermeisten Deutschen reisen einfach nicht in erster Linie, um sich für Nachhaltigkeit zu engagieren oder um den Menschen in den Zielgebieten etwas Gutes zu tun, sondern um Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich zu erholen und Freude zu haben“, erklärte der Mitautor der Studie, Wolfgang Günther. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine grundlegende Veränderung des Reiseverhaltens hin zu mehr Nachhaltigkeit nicht allein Aufgabe der Kunden ist. „Die Tourismusbranche hat die Chance, mit attraktiven Angeboten und klarer Kommunikation die Weichen zu stellen“.