Alkoholfreie Heißgetränke wärmen den Körper besser als Getränke mit Alkohol. © Smarterpix
Gerade beginnt die Zeit der Weihnachtsmärkte und des geselligen Glühweintrinkens. Was die Zutaten für das beliebte Heißgetränk angeht, gibt es klare Vorgaben: Glühwein besteht aus Traubenwein, Zucker und Gewürzen, darf nicht mit Wasser, Tee oder Saft gestreckt und auch nicht mit Branntwein oder anderem Alkohol zusätzlich aufgemotzt werden. Kirsch- oder Heidelbeerglühwein werden aus dem jeweiligen Fruchtwein hergestellt und dürfen zusätzlich Fruchtsaft enthalten. Aromastoffe und Aromaextrakte anstelle echter Gewürze wie Zimt oder Nelken sind erlaubt, Farbstoffe hingegen verboten. Der Alkoholgehalt von Glühwein muss zwischen 7 und 14,5 Volumenprozent betragen. Der Alkohol steigt, begünstigt durch Zucker und Wärme, besonders schnell zu Kopf. Für Wärme von innen sorgt er allerdings nicht wirklich: Alkohol erweitert die Blutgefäße in der Haut, wodurch – nach einem kurzen Wärmegefühl – langfristig mehr Wärme an die kalte Umgebung abgegeben wird. Um auf dem Weihnachtsmarkt nicht zu frieren, sind alkoholfreie Heißgetränke anstelle von Glühwein oder Feuerzangenbowle also sinnvoller. Kinderpunsch als Ersatz überzeugt oft nicht – er ist meist extrem süß und enthält entsprechend viel Zucker. Zu hause lassen sich aus Früchtetee, Gewürzen und etwas Saft problemlos geschmackvollere und weniger süße Punschvarianten zaubern. Doch auch auf vielen Märkten wächst das Angebot an alkoholfreien Alternativen. Weihnachtliche Teemischungen mit Kardamom und Zimt, heiße Zitrone mit Ingwer oder „goldene“ Milch mit Honig und Kurkuma – die geschmackliche Vielfalt ist groß. Faustregel für Kalorienbewusste: Je sahniger und cremiger, desto energiereicher ist das Getränk. Schoko-Chai-Latte und ähnliche Kreationen sind daher eher als Zwischenmahlzeit zu zählen. Das Hindi-Wort „Chai“ bedeutet übersetzt nichts anderes als Tee. In vielen asiatischen Ländern versteht man unter Chai oder Masala Chai eine Mischung aus Schwarztee, Milch, Zucker und Gewürzen. Eine feste Rezeptur für die Gewürzmischung gibt es nicht, typische Zutaten sind beispielsweise Kardamom, Zimt, Pfeffer, Ingwer, Nelken und indische Lorbeerblätter. Sie sind verwandt mit dem europäischen Lorbeer, schmecken aber anders als dieser nach Zimt. Wer zu Hause selbst Punsch- oder Teekreationen zubereiten möchte, gibt dazu die Gewürze am besten in ein Tee-Ei oder einen Tee-Filterbeutel. So lassen sie sich leicht wieder entfernen. Je länger die Gewürze ziehen, desto kräftiger wird das Aroma.