Gesetz soll Bargeld schützen

von Redaktion

Berlin – Verbraucher- und Sozialverbände fordern stärkere Absicherungen für unproblematische Bezahlmöglichkeiten mit Bargeld. In einem gemeinsamen Appell rufen 14 Organisationen die Bundesregierung zu einem Gesetz mit Schutzregeln dafür auf. „Es soll sicherstellen, dass Bargeld grundsätzlich als Zahlungsmittel akzeptiert wird, und dass alle Menschen kostenfrei und barrierefrei in angemessener Nähe Zugang zu Bargeld haben – sei es über Geldautomaten oder andere Lösungen“, heißt es in dem Aufruf.

Ziel sei, dass jeder wählen könne, wie er bezahlen möchten – digital oder bar. „Niemand soll ausgeschlossen werden, weil er oder sie bar zahlen möchte oder muss“, so die Verbände. Dafür müsse Bargeld hierzulande „zukunftsfest“ gemacht werden. Für Verbraucher werde es schwieriger, bar zu zahlen – etwa an SB-Kassen, an denen es oft nur mit Karte gehe. Zugleich würden Abheben und Einzahlen von Bargeld immer aufwendiger.

Hinter dem Aufruf stehen unter anderem der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband VdK, die Arbeiterwohlfahrt und die Sozialdienste der evangelischen und katholischen Kirche, Diakonie und Caritas.

Die Probleme verstärkten sich gegenseitig, warnen die Verbände: Weniger Zugangsmöglichkeiten zu Bargeld erhöhten die Hürden fürs Barzahlen, was zu sinkender Nutzung führe und wiederum das Angebot weiter einschränke. Für Handel und Handwerk stiegen die Kosten fürs Annehmen von Bargeld und für Wechselgeld. Zugleich sinke die Zahl der Geldautomaten.

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