Der Ölpreis-Anstieg im Zuge des Iran-Kriegs treibt auch die Preise an deutschen Zapfsäulen nach oben, Sprit ist so teuer wie seit etwa zwei Jahren nicht mehr. Schon am Sonntag stiegen die Preise für Super E10 auf 1,79 Euro, Diesel kostete 1,76 Euro. Am Montag ging der Preisanstieg weiter: E10 kletterte laut ADAC bis 10.30 Uhr um weitere vier Cent auf 1,83 Euro, Diesel um ebenfalls vier Cent auf 1,80 Euro. „Das ist nur eine Momentaufnahme, sie zeigt aber: Die Preise ziehen sprübar an“, sagte ein ADAC-Sprecher unserer Zeitung. „Wir gehen auch davon aus, dass die Preise weiter steigen dürften.“
Kritik am schnellen Anstieg kam aus der SPD: „Was wir an vielen Tanksäulen in unserem Land erleben, ist schlicht und ergreifend Abzocke“, sagte der Sprecher der SPD-Seeheimer, Esra Limbacher. Benzin und Diesel, die jetzt verkauft würden, seien zu deutlich niedrigeren Rohölpreisen eingekauft worden.
Super E10 erreichte im März 2022 ein Hoch von 2,07 Euro, der damals stärker betroffene Diesel sogar 2,14 Euro. Ob die Preise wieder so stark steigen, ist aber schwer vorherzusagen. Die Kosten für Sprit orientieren sich zwar an jenen für Rohöl, doch es gibt noch viele andere Einflussfaktoren, etwa Raffineriekapazitäten, Steuern und Wechselkurse.
An den Tankstellen schwanken die Preise zudem. So lagen zwischen der günstigsten und der teuersten Münchner Tankstelle in München am Montag bei Diesel rund zehn und Super E10 zwölf Cent. Ein Preisvergleich lohnt sich also. Der ADAC rät zudem, abends zu tanken, da es dann statistisch am günstigsten ist.HÖSS