IN KÜRZE

von Redaktion

Spritproteste in Irland: „Staat in Gefahr“

Dublin – Die teils gewaltsamen Proteste in Irland gegen die hohen Spritpreise bringen nach Ansicht des obersten Polizeichef des Landes „den Staat in Gefahr“. Justin Kelly warnte am Samstag in drastischen Worten vor einer Fortsetzung der Blockade von Tankstelle sowie der einzigen Ölraffinerie im Land. Zugleich wurden zusätzliche Sicherheitskräfte entsandt, um die Blockaden aufzubrechen.

Bauernverband fürchtet steigende Preise

München – Bauernpräsident Joachim Rukwied hat die Bundesregierung wegen der jüngsten rasanten Preissteigerungen zum Handeln aufgefordert. „Angesichts der dramatischen Preisentwicklung bei Diesel und Düngemitteln brauchen wir zwingend schnelle Entscheidungen für eine Entlastung der Landwirtschaft“, sagte Rukwied. „Diese enormen Kosten schnüren unseren Betrieben die Luft ab. Wenn keine schnelle Entscheidung fällt, kann es sein, dass die Erntemengen zurückgehen und die Lebensmittelpreise ab dem Sommer deutlich ansteigen.“

Kerosin könnte knapp werden

Frankfurt – Der europäische Flughafenverband ACI Europe sorgt sich infolge der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise um ausreichend Kerosin. Wenn der Transit durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen „in nennenswertem und stabilem Umfang“ wieder aufgenommen werde, gehe man derzeit davon aus, dass eine Knappheit von Flugtreibstoff in der EU Realität werden dürfte, schreibt Generaldirektor Olivier Jankovec in einem Brief an die Europäische Kommission.

Ryanair erwägt Flugstornierungen

Memmingen – Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair, die unter anderem ab Memmingen startet, schließt angesichts hoher Kerosin-Preise Stornierungen im Sommer nicht aus. „Wir sehen die Situation mit großer Besorgnis“, sagte Ryanair-Manager Marcel Pouchain Meyer den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.. Die Fluggesellschaft habe zwar 80 Prozent des bis Ende März 2027 benötigten Treibstoffes über Hedging zum Festpreis sichern können. „Aber 20 Prozent Unsicherheit sind immer noch da.“

Playmobil-Werk schließt Ende Juni

Dietenhofen – Die Horst-Brandstätter-Group, Muttergesellschaft von Playmobil, will die Herstellung der berühmten Spielzeuge in ihrem einzigen deutschen Werk im mittelfränkischen Dietenhofen bis Ende Juni beenden. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Gründung einer Transfergesellschaft und die Aufstellung eines Sozialplanes seien gegenwärtig in der „Endphase“, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage. Die Schließung des Werks, in dem 350 Menschen arbeiten, war im Februar bekannt gegeben worden.

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