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Das steckt hinter dem VW-Rückruf

VW ruft hunderttausende Autos in die Werkstätten. Grund ist eine rostige Schraube. © Julian Stratenschulte/dpa

Der VW-Konzern ruft in Deutschland fast eine Million Autos vorsorglich in die Werkstätten. Weltweit sind es noch mehr. Der Grund ist eine Schraube an der Lenkung, die unter bestimmten Bedingungen korrodieren kann. Diese soll gegen ein widerstandsfähigeres Modell getauscht werden.

Das Problem ist eine Befestigungsschraube der Lenkung. Unter bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Betrieb unter Streusalz-Einfluss kann sie korrodieren. VW und Audi teilte mit, dass das mögliche Problem bei internen Qualitätsprüfungen entdeckt wurde.

Schreitet die Korrosion fort, könne in Einzelfällen die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigt werden, hieß es von den Herstellern. Soll heißen: Im schlimmsten Fall kann der Fahrer das Auto nicht mehr kontrollieren. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundessamtes sind bislang aber keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt. Darauf verweist auch Audi.

Bei VW betroffen sind den Angaben zufolge die Modelle Tiguan, Touran, Caddy, Golf Variant und Golf Sportsvan mit dem Produktionszeitraum September 2013 bis Juli 2024. Laut KBA handelt es sich weltweit um fast 2,16 Millionen Fahrzeuge, davon knapp 900.000 in Deutschland.

Das Problem taucht außerdem beim Audi Q3 mit dem Produktionszeitraum 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 auf. Hier seien weltweit fast 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen, davon gut 58.500 in Deutschland. Einen Rückruf gibt es außerdem für die Seat-Modelle Ateca und Tarraco im Produktionszeitraum April 2016 bis September 2024. Die genaue Zahl der potenziell betroffenen Fahrzeuge der spanischen VW-Tochter war zunächst aber nicht bekannt. Für andere Marken des VW-Konzerns wie Skoda fanden sich zunächst keine Informationen.

Einem VW-Sprecher zufolge ist das Weiterfahren möglich. In allen Fahrzeugen, die in die Werkstätten gerufen werden, ist zwar die problematische Schraube verbaut. Die Autos können aber mehr oder weniger von dem Problem betroffen sein – je nachdem, wie viel Streusalz sie beispielsweise ausgesetzt waren.

Freitag, 2. Oktober 2026
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