Immling-Preisträger als bester Interpret geehrt

von Redaktion

Ahn punktet bei ARD-Musikwettbewerb

München/Halfing – Die Aufregung vor Gesangswettbewerben ist er gewöhnt, aber auch das Hochgefühl des Preisträgers danach: Jung-Bariton Jeongmeen Ahn. Zwar gab es für ihn, der es ins Finale Gesang des 70. Internationalen ARD-Musikwettbewerbs schaffte, nicht den ersten, aber einen von drei zweiten Gewinnplätzen. Dazu kam das Lob der Jury, von den fünf Finalisten als bester Interpret seiner drei gewählten Opernpartien überzeugt zu haben.

Immling-Festival-Besuchern ist Jeongmeen Ahn kein Unbekannter: 2020 nahm er den begehrten Liedpreis beim 12. Immlinger Internationalen Gesangswettbewerb entgegen. Festival-Intendant Ludwig Baumann, als Bariton Fachkollege von Ahn, und Leiterin Cornelia von Kerssenbrock dürfen sich mit ihrer Entscheidung für den Südkoreaner (30) von der gestrengen ARD-Wettbewerbsjury bestätigt fühlen.

Im Fach Gesang hatten sich 74 Teilnehmer beworben. Fünf davon schafften es ins Finale. Ahn war der einzige Mann. Er war bei seinem Auftritt in drei völlig unterschiedliche Rollen geschlüpft: in Rossinis Barbier („Largo al factotum della città“), Brittens Billy Budd („Look! Trough the port comes the moonshine“) und Verdis Ford aus der Oper „Falstaff“ („È sogno? O realtà?“).

Als Studierender der Theaterakademie August Everding hat er Bühnenerfahrung gesammelt, unter anderem 2018 in der Titelrolle der Kinderoper „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ sowie 2019 als Marcello in „La Bohème“ und als Guglielmo in „Così fan tutte“. In der Saison 2021/22 wird er den National Opera Studios in London angehören. Am Freitag, 17. September, um 20 Uhr ist Ahn beim Preisträgerkonzert auf Bayern4Klassik aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz und im Livestream zu erleben.

HANS GÄRTNER

Artikel 9 von 10