Deutsche Weitenjäger schlagen beim Europa-Cup zurück

Das Stockerl bei den Herren mit Michael Späth, Sieger Markus Schätzl, dem Österreicher Markus Bischof und Peter Rottmoser (von links). Foto Albert Kamhuber

Das Stockerl bei den Herren mit Michael Späth, Sieger Markus Schätzl, dem Österreicher Markus Bischof und Peter Rottmoser (von links). Foto Albert Kamhuber

Fünf von sechs Titeln in Niederösterreich abgeräumt – Markus Schätzl mit dreimal Gold herausragender Akteur

Winklarn – Nach der wenig berauschenden Bilanz beim Ländervergleich haben die deutschen Stocksport-Weitenjäger beim 47. Offenen Europa-Cup im Weitenwettbewerb der International Federation Icestocksport (IFI) auf der weltgrößten Stocksportanlage in Winklarn für viel Freude gesorgt. Die Kraftpakete des Deutschen Eisstock-Verbands (DESV) sahnten in Niederösterreich drei von fünf Titeln ab. Lediglich bei den Damen musste man sich sowohl im Einzel- als auch in der Nationen-Wertung hinter Österreich mit Silber begnügen.

Herausragender Akteur war Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen, der drei Mal Gold holte. Der Europameister aus dem Eisstocksportkreis 200 Mühldorf-Altötting siegte im Herren-Einzel, gewann mit seinen Team-Kameraden Michael Späth (FC Altrandsberg), Peter Rottmoser (SV Schechen) und dem amtierenden Weltmeister Alexander Anzinger (EC Ebing) auch die Nationenwertung und holte zusammen mit Kathleen Neumayer (SV Schechen) auch den Mixed-Titel.

Dagegen lief es für Neumayer im Damen-Einzel gar nicht. Nach dem siebten Vorrundenplatz verlor die Schechenerin das Viertelfinale gegen ihre Nationalmannschaftskameradin Sabrina Englbrecht vom SSC Pfeffenhausen klar mit 101,14:114,27 Metern. Für Englbrecht lief es allerdings lange Zeit wie am Schnürchen. Im Halbfinale konnte die Niederbayerin mit der Italienerin Sophia Albenberger die amtierende Welt- und Europameisterin (108,98:103,52) ausschalten. Im Finale kam das Weiten-Aushängeschild des Eisstocksportkreises 106 Isar-Laaber-Vils dann allerdings nicht an der Österreicherin Lisa Marie Stampfl vorbei. Die Team-Wertung gewann Österreich klar vor Deutschland und Italien. Während Englbrecht im Damen-Einzel als einzige Deutsche auf dem Podest stand, war das Stockerl der Herren fast ausschließlich mit DESV-Weitenjägern bestückt. Neben den beiden Finalisten Schätzl und Michael Späth (FC Altrandsberg) holte noch Peter Rottmoser (SV Schechen) – zusammen mit dem Österreicher Markus Bischof – Bronze. Entsprechend war auch der Vorsprung in der Nationen-Wertung, die Deutschland vor Österreich, Italien und Finnland gewann.

Wie beide Herren-Entscheide wurde auch der Mixed-Wettbewerb von Schwarzrotgold dominiert. Im Halbfinale schaltete Deutschland I in der Besetzung Neumayer/Schätzl Österreich I mit 205,28 zu 197,82 aus. Noch deutlicher verlief das Finale, das Neumayer/Schätzl gegen Österreich II mit 204,80 gegenüber 186,95 gewannen. Bronze ging an Deutschland II. Dem Duo Englbrecht/ Späth fehlten im Halbfinale gegen Österreich II etwas mehr als sieben Meter. Die Ergebnisse:

Damen: 1. Lisa Marie Stampfl (Österreich) 123,99; 2. Sabrina Englbrecht (SSC Pfeffenhausen) 116,31; 3. Evelyn Perhab (Österreich) 115,83; 4. Nina Gugerell (Österreich) 113,33; 5. Sophia Albenberger (Italien) 113,30; 6. Kerstin Fischerauer (Österreich) 110,25; 7. Kathleen Neumayer (SV Schechen) 109,40; 8. Verena Englbrecht (SSC Pfeffenhausen) 108,40; 9. Elisabeth Reiter (TSV Hartpenning) 106,32; 10. Antonia Kachelmann (ESV Nürnberg) 106,09.

K.o.-Finale: Viertelfinale: Albenberger – Gugerell 108,017:106,37; Fischerauer – Perhab 0,00:106,06; Neumayer – Sabrina Englbrecht 101,14:114,27; Verena Englbrecht – Stampfl 106,43:116,07. – Halbfinale: Albenberger – Englbrecht 103,52:108,98; Perhab – Stampfl 102,50:106,04. – Finale: Englbrecht – Stampfl 115,24:120,39.

Nationenwertung: 1. Österreich 353;15; 2. Deutschland 334,11; 3. Italien 311,09.

Herren: 1. Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) 128,98; 2. Michael Späth (FC Altrandsberg) 123,30; 3. Markus Bischof (Österreich) 114,39; 4. Peter Rottmoser (SV Schechen) 113,25; 5. Bernhard Haberler (Österreich) 111,78; 6. Peter Neubauer (Österreich) 111,13; 7. Alexander Anzinger (EC Ebing) 109,81; 8. Damian Denicoló (Italien) 106,30; 9. Klaus Leisner (TSV Velden) 106,05; 10. Michael Huber (Österreich) 103,52.

K.o.-Finale: Viertelfinale: Haberler – Rottmoser 111,34:112,82; Neubauer – Bischof 111,88:115,28; Anzinger – Späth 109,25: 117,88; Denicoló – Schätzl 101,65:128,98. – Halbfinale: Bischof – Späth 110,51:120:74; Rottmoser – Schätzl 113,01:124,74. – Finale: Späth – Schätzl 124,48: 128,98.

Nationenwertung: 1. Deutschland 365,53; 2. Österreich 337,30; 3. Italien 293,84; 4. Finnland 229,46.

Samstag, 11. Juli 2026
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