Krematorium kein Thema mehr

von Redaktion

CSU sorgt mit Aussage auf Internetseite für Verwunderung

Kolbermoor – Georg Kustermann (Grüne) hatte nach der Sitzung des Stadtrates am Mittwochabend noch ein dringendes Anliegen: „Ich habe auf der Internetseite der Kolbermoorer CSU gelesen, dass SPD, Grüne und Parteifreie ein Verfahren zum Krematorium in Gang bringen“, sagte der Stadtrat. Er wisse davon allerdings rein gar nichts und wolle jetzt mal bei der Verwaltung nachfragen.

Bürgermeister Peter Kloo (SPD) wisse davon auch nichts und sagte – „wir haben ja Wahlkampf – besser Wahlkrampf“. Auch Dagmar Levin (SPD) schaltete sich ein und warf der CSU „Populismus“ vor: „Wir achten das Votum der Bürger. Für uns ist das kein Thema mehr.“ Die Kolbermoorer CSU schreibt auf ihrer Internetseite zum Krematorium: „Eine derzeitige Mehrheit aus Rot/Grün und Freie Wähler könnte also jederzeit ein Verfahren wieder in Gang bringen. Hoffentlich bekommen wir bei der anstehenden Kommunalwahl so viel Zuspruch, dass wir das Thema für längere Zeit ad acta legen können. Derzeit fehlt uns dazu die Mehrheit.“ In der Sitzung schwiegen die CSU-Stadträte, keiner von ihnen sagte ein Wort. Am 20. Oktober hatten die Kolbermoorer Bürger bei einem Bürgerentscheid gegen den Bau eines Krematoriums am Neuen Friedhof gestimmt – 2900 haben für den Bau eines Krematoriums votiert, 4313 Bürger waren dagegen. Bürgermeister Peter Kloo sagte nach dem Entscheid: „Die Bürger haben eindeutig entschieden.“ Der Rathauschef dankte nach der Wahl im Oktober allen Kolbermoorern, die abgestimmt haben, denn „Demokratie braucht Demokraten“. iw

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