Salzburger Festspiele
Seelenschau in der Todeszone
Tschaikowskys „Pique Dame“, klischeefrei dirigiert von Mariss Jansons und penibel inszeniert von Hans Neuenfels
Eine Liebesszene gibt es tatsächlich. Ein Ertasten ist das zunächst, ein immer intensiveres Fühlen, Schmiegen, Klammern. Größer wird dieses Begehren, was keinen wundert: Es ist wohl der letzte Mann, den die alte Gräfin umgarnt – was für Hermann, dem offenbar selten solche Nähe zuteilwird, die Sache