IN KÜRZE

Autorin Schalansky erhält Raabe-Preis

von Redaktion

Auf Borneo ist laut Forschern die älteste Kunst der Welt entdeckt worden. Die Wandgemälde seien Jahrtausende älter als die frühzeitlichen Malereien aus den europäischen Eiszeithöhlen von Lascaux, Chauvet oder Altamira, berichtet das Wissenschaftsmagazin „Nature“. Der Tübinger Archäologieprofessor Nicholas Conard sieht dadurch seine Theorie bestätigt, dass Kunst nicht an einem Ort entstanden sei. Der neue Rekord ändere aber nichts an der Exklusivität jüngerer Malereien. „Rembrandt ist ja auch nicht weniger wert, nur weil es davor einen Dürer gab“, sagte er. Es sei zu erwarten, dass noch an vielen Orten der Welt Spuren frühzeitlichen Schaffens entdeckt werden.

Der umstrittene Ex-Intendant der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, wird neuer Präsident der französischen Vereinigung der Nationalmuseen. Der 60-Jährige wird das Amt am 1. Januar 2019 übernehmen, wie das französische Kulturministerium bestätigte. Zuletzt stand der belgische Kurator als Nachfolger von Frank Castorf an der Spitze der Volksbühne in Berlin und scheiterte total. Er ging nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt. Dercon war zuvor unter anderem Leiter der Tate Gallery of Modern Art in London und des Hauses der Kunst in München. Die Réunion des musées nationaux (RMN) ist eine Einrichtung des öffentlichen Rechts und vereint die bedeutendsten staatlichen Museen Frankreichs wie den Louvre, das Picasso-Museum und das Grand Palais.

Für ihr Buch „Verzeichnis einiger Verluste“ ist die Schriftstellerin Judith Schalansky in Braunschweig mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Ulrich Markurth und der Intendant des Deutschlandradios, Stefan Raue, überreichten die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung. Sie gehört zu den angesehensten literarischen Preisen im deutschsprachigen Raum. Die Autorin (38) sei eine Grenzgängerin zwischen Natur und Poesie, zwischen Wissenswelten und Fantasiereichen, zwischen Zählen und Erzählen, heißt es in der Begründung der Jury. Dem neunköpfigen Gremium zufolge ist Schalansky mit ihrem Werk etwas ganz Ungewöhnliches gelungen. „Sie findet eine Verkehrssprache für den Umgang mit dem Toten und dem Verlorenen“, lautet das Urteil der Literaturexperten.

Artikel 2 von 4