IN KÜRZE

Santiago Calatrava signiert in München Ordensehrung für Herta Müller Coburg muss auf Globe-Theater warten

von Redaktion

„Als ich in der Glyptothek vor den Kriegern des Aphaia-Tempels stand, wurde ich Zeuge einer unerwarteten Modernität, die über die Perfektion des Klassizismus hinausgeht“, sagt der spanisch-schweizerische Architekt und Bildhauer Santiago Calatrava. Ihm und seinem Schaffen widmet das Haus am Münchner Königsplatz von 22. Juni an die Ausstellung „Jenseits von Hellas – Santiago Calatrava in der Glyptothek“ (unsere Kritik lesen Sie in der Donnerstagsausgabe). Zur Ausstellung erscheint der opulente Band „Santiago Calatrava in the Glyptothek: Beyond Hellas“ (Hirmer Verlag, 144 S.; 38 Euro) – Calatrava signiert das Buch morgen von 17 Uhr an in der Münchner Buchhandlung L. Werner (Theresienstraße 66). Im Anschluss an die Signierstunde findet von 18.30 Uhr an die offizielle Buchpräsentation im Oskar von Miller Forum (Oskar-von-Miller-Ring 25) statt. Das Gespräch mit dem Künstler führt Cristina Carrillo de Albornoz. Der Eintritt ist frei; um Anmeldung unter info@hirmerverlag.de wird gebeten.

Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist in Berlin in den Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen worden. Außerdem wurden der britische Historiker Christopher Clark sowie der Judaist Peter Schäfer als neue Ordensmitglieder gewürdigt. Der Orden wird für Verdienste („Pour le mérite“) um Wissenschaft und Kunst verliehen. Die Auszeichnung hat eine lange Tradition: Sie wurde im Jahre 1842 vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. gegründet. Herta Müller („Atemschaukel“), die im kommunistischen Rumänien aufwuchs und 1987 nach Deutschland ausreiste, erhielt 2009 den Nobelpreis für Literatur.

Der Bau des Globe-Theaters in Coburg verzögert sich. Voraussichtlich werde das Haus im September 2023 eröffnet, sagte ein Stadtsprecher. Der Bau ist als Ausweichspielstätte für das dringend sanierungsbedürftige Landestheater Coburg vorgesehen. Ursprünglich sollte er Ende des Jahres in Betrieb genommen werden (wir berichteten). Grund für die Verzögerung sei die Insolvenz eines Unternehmens, das die Bühnentechnik einbauen sollte. „Solche Firmen gibt es nicht wie Sand am Meer“, sagte der Sprecher der oberfränkischen Stadt. „Deshalb müssen wir eine neue Ausschreibung machen. Das dauert.“ Daher spielt das Landestheater nun länger als geplant im Gebäude am Schloßplatz, wie eine Sprecherin des Theaters erklärte: „Wir bleiben bis zum nächsten Frühjahr drin, etwa bis März oder April 2023.“ Das Globe-Theater soll rund 30 Millionen Euro kosten. Der Freistaat übernimmt zehn Millionen, drei Millionen kommen von Coburger Unternehmen. Den Rest trägt die Stadt. Die Bauweise geht auf das Londoner Globe Theatre zurück, das durch Aufführungen von Shakespeare-Werken weltberühmt wurde.

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