Zwei der neun Stücke dieses Live-Albums wurden im Februar 2025 in der Münchner Unterfahrt mitgeschnitten. Wie das damalige Konzert lässt das gesamte Album keine Wünsche hinsichtlich dynamischer Spannweite, Virtuosität und Ideenreichtum offen. Die Schweizer Pianistin hat alle Kompositionen selbst geschrieben, und an der perfekten Umsetzung der vielen Tempo- und Stimmungswechsel hört man, dass sie seit zwölf Jahren mit Bassist Drew Gress und Schlagzeuger Kenny Wollesen zusammenspielt. Das hat Drive und Swing, wagt sich aber auch in kühne Abstraktionen vor. Courvoisier verfügt über eine zupackende Pranke, kann aber auch lyrische Akzente setzen. Überraschende Richtungswechsel lassen über die gesamten 70 Minuten keine Langeweile aufkommen. Gute Piano-Trios gibt es viele im Jazz – ein besseres als dieses nicht.RUN
Sylvie Courvoisier Trio:
„Éclats – Live in Europe” (Intakt).
★★★★★ Hervorragend