Vielfältige Krautküche: Krautwickerl, Bayerisch Kraut und Krautsalat

von Redaktion

Krautwickerl (ca. 12 Stück)

1 großen Krautskopf

1 Kilogramm gemischtes Hack

3 Eier

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1/2 Bund Petersilie

3 alte Semmeln

Gewürze: Salz, Pfeffer, Majoran, Paprika und Muskatnuss

Schmalz oder Öl zum Anbraten

etwas Butter

für die Sauce:

1 Zwiebel

wer will Speckwürfel

eventuell etwas Mehl

Zubereitung:

1. Vom Kraut Strunk entfernen, den Strunk kreisförmig einschneiden. Den Krautskopf ins kochende Salzwasser geben. Der ganze Kohlkopf muss untergetaucht sein. Nach ein paar Minuten den Krautskopf mit der Fleischgabel aus dem Wasser holen und die äußeren Blätter vorsichtig abschälen. Kalt abschrecken, abtropfen lassen. Die großen Blätter dienen für die Außenhülle der Wickerl. So weiter fortfahren, bis man 12 einzelne Blätter hat. Jeweils den Blattrücken abflachen, indem man die dicke Blattrippe vorsichtig herausschneidet.

2. Fleischmasse herstellen: Dazu das altbackene Brot in kaltes Wasser geben. Quellen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln, in der zerlassenen Butter weich dünsten, dann die gehackte Petersilie dazugeben. Das eingeweichte Brot ausdrücken. Mit Hackfleisch, den gedünsteten Zwiebeln sowie dem Ei mischen und zu einem Teig verarbeiten. Am besten mit den Händen kräftig durchkneten. Herzhaft abschmecken.

3. Wickerl herstellen: Je einen gut gehäuften Esslöffel Fleischmasse auf ein Kohlblatt setzen und dieses zusammenrollen. Die Längsseiten der Blätter einschlagen und die Blätter von der schmalen Seite her aufrollen. Wer will, bindet es mit einem Küchengarn zusammen.

4. Die Krautwickerl in einen großen Bräter geben. Mit etwas Fett auf allen Seiten scharf anbraten. Zwiebelwürfelchen dazugeben und wer will Speckwürfel. Mit Wasser aufgießen und circa 45 Minuten zugedeckt schmoren lassen. Wer mag, bindet die Sauce zum Schluss mit etwas Mehl ab. Dazu einen halben Esslöffel in den Topf sieben. Wichtig: Mehl gut einarbeiten. Sonst gibt es Klümpchen.

Dazu passt: Mit Püree oder Salzkartoffeln servieren.

Tipp: Den Rest des Krautkopfs kann man für andere Rezepte verwenden – wie Bayerisch Kraut oder Krautsalat.

Bayerisch Kraut mal anders

1 Krautskopf

1 Zwiebel

1 EL Butterschmalz

0,2 l Weißwein

Gewürze: Salz und Pfeffer

Kurkuma

Kreuzkümmel

Zubereitung:

1. Die äußeren Blätter vom Krautskopf entfernen. Den Strunk herausschneiden. Das Kraut mit einem scharfen Messer in 5 Millimeter dicke Streifen schneiden. Wer will, kann das Kraut auch hobeln, dann sollte man den Strunk besser drin lassen, sonst fällt das Kraut auseinander. Eine Zwiebel fein würfeln.

2. Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Die Zwiebeln darin dünsten. Leicht karamellisieren lassen. Das Kraut dazugeben, kurz anschwitzen und mit etwas Weißwein ablöschen. Etwas 40 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf mit etwas Wasser aufgießen.

3. Mit Salz, Pfeffer, Kurkuma und Kreuzkümmel abschmecken.

Tipp: Kraut ist neutral vom Geschmack. Daher kann man es beliebig würzen.

-traditionell schwitzt man mit den Zwiebeln Schinkenwürfel an und würzt mit Wacholderbeere, Kümmel und Lorbeerblatt.

-statt Weißwein veredelt man das Gericht mit Champagner, dann ist es Champagnerkraut.

-zum Hauptgericht wird das Essen, wenn man noch Kartoffel- und Kürbiswürfel mitkocht.

-Ananas in Würfel schneiden, gibt dem Kraut einen süßlichen Geschmack.

Mediterraner Krautsalat

Krautskopf vorbereiten (siehe Bayerisch Kraut). Das fein geschnittene Kraut mit kochendem Wasser übergießen. Das macht das Kraut bekömmlicher. Zudem setzt es das Vitamin C im Kraut frei. Wasser abgießen. Mit einem Dressing aus 1 TL Salz, 1 TL Zucker, Pfeffer, 2 EL weißem Balsamico-Essig, 2 EL Olivenöl sowie mediterranen Kräutern (eventuell Tiefkühlware) sowie Dill würzen und gut durchmischen.

Tipp: Am nächsten Tag schmeckt der Salat fast noch besser.

Artikel 3 von 4