Aktuelle Tipps für Senioren

von Redaktion

Bauchmuskeln halten den Darm auf Trab

Verstopfung tritt im Alter häufig auf. Das liegt auch daran, dass sich viele Ältere nicht mehr so viel bewegen, erläutert die Deutsche Seniorenliga. Der Darm braucht die Bauchmuskulatur aber, denn sonst dauert es länger, den Speisebrei zu transportieren – die Folge kann Verstopfung sein. Häufig genügt es schon, ausreichend zu trinken und sich mehr zu bewegen, um den Darm wieder in Bewegung zu bringen. Da aber auch eine Erkrankung hinter den Beschwerden stecken kann, ist bei chronischer Verstopfung ein Arztbesuch ratsam. Das ist der Fall, wenn jemand mehr als drei Monate lang seltener als drei Mal pro Woche Stuhlgang hat. Die kostenlose Broschüre „Aktiv für Ihre Darmgesundheit“ kann bei der Deutschen Seniorenliga per Post oder per Telefon bestellt werden: Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn (Tel.: 01805/ 001 905 für 0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz)

Im Winter ruht die Natur. Doch der Frühling kommt oft schneller als gedacht – und mit ihm die Lust aufs Gärtnern. Auch im höheren Alter muss man darauf nicht verzichten, erklärt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). „Im Gegenteil: Gärtnern macht glücklich.“ Damit die Arbeit an den Pflanzen Rücken und Gelenke nicht zu sehr belastet, sollten Ältere nicht ein und dieselbe Tätigkeit stundenlang ausführen. „Besser abwechseln: ein bisschen Unkraut jäten, dann wieder pflanzen, kurz harken und dann wieder jäten.“ Wer Zipperlein hat, kann sich auch Hilfsmittel besorgen. „Es gibt zum Beispiel Griffverlängerungen“, sagt Sowinski. Diese und andere Assistenten bekommen Gärtner im Sanitätsfachhandel oder im Internet. Wer mag, kann auch im Hochbeet pflanzen. Darin befinden sich Erde und Pflanzen in rückenfreundlicher Höhe. Sehr angesagt ist auch das vertikale Gärtnern an Wänden.

Fahrrad fahren erhält nicht nur die Fitness, sondern auch ein großes Stück Selbstständigkeit. Wer Probleme mit dem Aufsteigen hat, steigt am besten auf ein Modell mit tiefem Durchstieg um. Dazu rät Erhard Hackler, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Fühlt man sich auch damit irgendwann unsicher, ist vielleicht eine Art Dreirad das richtige – ein Fahrrad, das hinten zwei Räder statt einem hat. „Überwinden Sie Ihre Hemmung!“, fordert Hackler. Dreiradfahren sei besser als gar nicht mehr radeln. Wer noch möglichst lange sicher Fahrrad fahren möchte, sollte regelmäßig seine Augen und das Gehör überprüfen lassen. Vorsicht ist geboten, wenn jemandem öfter mal schwindlig wird. Die eigene Fahrtüchtigkeit erhält, wer seinen Gleichgewichtssinn und die Beinmuskulatur trainiert. Dafür muss man nicht ins Fitnessstudio gehen. „Es hilft schon, beim Zähneputzen auf einem Bein zu stehen.“

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