Eine Gürtelrose verläuft nie über sechs Monate: Sie heilt, wie andere Virusinfekte auch, in wenigen Tagen bis Wochen. Allerdings kann es nach einer durchgestandenen Gürtelrose zu einer „postzosterischen Neuralgie“ kommen, einer schmerzhaften Nervenschädigung. Das Virus, welches die Gürtelrose verursacht, führt zu einer Nervenentzündung – dies ist auch der Grund für die starken Schmerzen bei dieser Erkrankung. Von der Gürtelrose verursachte Schmerzen verlaufen meist nur in einem Körpersegment – und zwar dem, das von den betroffenen Nerven versorgt wird. Daher kommt auch der Name Gürtelrose. Die Schmerzen sind fast immer halbseitig. Falls Schmerzen am ganzen Körper auftreten, müsste man nach alternativen Erklärungen und Ursachen suchen. Die postzosterische Neuralgie wird am besten von einem Neurologen behandelt, da es sich um eine schmerzhafte Nervenschädigung handelt. Hier ist es gegebenenfalls sinnvoll, längere Zeit Medikamente einzusetzen, die den Nervenschmerz unterdrücken. Für naturheilkundliche Verfahren ist hier keine Wirkung nachgewiesen.