Es gibt Eltern, die es mit der Kontrolle ihrer Kinder übertreiben, und die ihren Nachwuchs mit einer Smartuhr in die Schule schicken. So lässt sich per GPS-Ortung und Mikrofon jederzeit kontrollieren, wo sich die Mädchen und Buben gerade aufhalten, und was sie reden. Die EU hat nun erneut eine dieser Uhren wegen erheblicher Sicherheitsmängel aus dem Verkehr gezogen. Die Enox Safe-KID-One (90 Euro) darf nicht mehr verkauft werden. Zudem wurde ein Rückruf angeordnet. Das Technikmagazin Gizmodo nennt die Uhr einen „Privatsphäre-Alptraum“ und appelliert generell an Eltern: „Kauft Euren Kindern keine Smartuhren!“ Untersuchungen der EU haben ergeben, dass sich die Uhr unverschlüsselt mit ihrem Server verbindet. Ein Angreifer kann ohne großen technischen Aufwand mit der Uhr kommunizieren – und das Kind beispielsweise dazu auffordern, zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort zu kommen. In Deutschland ist der Verkauf solcher Kinder-Uhren eigentlich seit 2017 untersagt, im Internet werden sie aber nach wie vor angeboten. jh