Die Weißwurst ist eine Münchner Spezialität mit langer Tradition. Sie darf das Zwölf-Uhr-Läuten nicht hören. Die alte Regel stammt aus der Zeit, als sie noch ausschließlich roh verkauft und erst zum Verzehr gebrüht wurde. Damals verdarb das Wurstbrät schnell. Weißwurst Carpaccio für 1-2 Personen Zutaten: 2 Weißwürste 6 Cocktail-Tomaten Parmesan 80 ml Balsamico-Essig 80 ml Olivenöl 20 g Salz 40 g Honig 40 g Weißwurstsenf
außerdem: Rucola zum Anrichten.
Zubereitung: 1. Weißwürste fein in Scheiben schneiden, Cocktail-Tomaten vierteln und Parmesan darüberstreuen. 2. Für das Dressing: Balsamico, Olivenöl, Salz, Honig, Weißwurstsenf vermischen und auf das Carpaccio tropfen.
Tipp: mit frischen Brezen servieren.
Weißwurst-Burger für 2 Personen Zutaten: 2 Weißwürste 50 g Mehl 2 Eier 50 g Semmelbrösel 2 Burgersemmeln 60 g mittelscharfer Senf 60 g Mayonnaise 60 g Honig 1 Messerspitze Meerrettich 50 g Feldsalat oder Rucola Fett zum Rausbraten, am besten nimmt man Rapsöl oder Sonnenblumenöl Zubereitung: 1. Die Haut von den Weißwürsten abziehen, dann die Wurst der Länge nach halbieren. In Mehl, anschließend in den verquirlten Eiern und zum Schluss in normalen Semmelbröseln panieren. 2. Anschließend in der Pfanne Fett heiß werden lassen. Die panierten Weißwürste im Fett schwimmen lassen, wenden und herausnehmen. 3. Burgersemmeln aufschneiden, in einer Pfanne ohne Fett auf den Innenseiten anrösten, damit die Semmel kross wird. 4. Für die Burger-Sauce mittelscharfen Senf, Mayonnaise, Honig und Meerrettich zusammenrühren und abschmecken. 5. Anschließend den Burger zusammenbauen: Auf die Unterseite die Sauce streichen, dann Feldsalat oder Rucola darauflegen. Die Weißwürste noch einmal in der Mitte durchschneiden, damit sie nicht so lang sind, und anschließend auf den Salat legen. Danach auf die Semmeldeckel-Unterseite etwas Sauce geben und den Burger zuklappen.
Tipps von der Weißwurstkönigin, wie man die Spezialität kocht: Das Wasser zum Kochen bringen, den Herd ausschalten, die Würste hineinlegen und darin etwa acht Minuten ziehen lassen. Dabei auf keinen Fall einen Deckel auf den Topf geben, da die Würste sonst platzen.
Der Grund: Beim Erhitzen bildet sich ein quellendes Protein-Gel in der Wurst, während sich die Wursthaut zusammenzieht. Dadurch entsteht ein Überdruck, der beim Biss in die Wurst Wasser, Fetttröpfchen und Aromastoffe fein im Mund verteilt – die Wurst schmeckt am saftigsten, wenn sie so heiß gebrüht wird, dass sie gerade eben nicht platzt. Dabei stört ein Deckel zunächst nicht. Sobald aber der Deckel abgenommen wird, zieht sich die Wursthaut über der Wasseroberfläche durch den Kälteschock zusammen und platzt.