Steckrüben galten einst als der wichtigste Nährstofflieferant. Während der beiden Weltkriege ernährten sich die Menschen fast ausschließlich von diesem Wurzelgemüse. In den Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders wollte jedoch niemand mehr die einstige Kriegskost essen. Die Steckrübe verschwand völlig vom deutschen Speiseplan. Erst in der jüngsten Vergangenheit erlebt die Steckrübe ein Revival. Denn sie überzeugt nicht nur durch ihren angenehm süßlichen Geschmack, sondern ist auch gesund: Die gelbfleischigen Steckrüben enthalten Beta-Carotin, viel Vitamin C, Trauben- und Fruchtzucker sowie Mineralstoffe und Senföle. Wie alle Wurzelgemüse gelten Steckrüben als sehr kalorienarm, da Steckrüben über einen hohen Wassergehalt verfügen. Steckrübeneintopf Rezept aus den 1940er/1950er Jahren Zutaten für 4 Personen: 600 g Kasseler oder Schweinebauch 2 EL Schmalz 4 Zwiebeln etwas Wasser 1 kg Steckrüben (geputzt) 1 Stange Porree 4 Kartoffeln 700 ml Wasser Salz Pfeffer Majoran Knoblauch (optional) frische Petersilie, gehackt Zubereitung: 1. Kasseler bzw. Schweinebauch, Zwiebeln und evtl. Knoblauch in kleine Würfel schneiden und in Schmalz goldgelb anrösten. Mit etwas Wasser aufgießen und 20 Minuten zugedeckt dünsten. 2. In der Zwischenzeit Kartoffeln und Steckrüben schälen und in Stücke schneiden. Diese sollten genauso groß sein wie das Fleisch. Dann den Porree in feine Scheiben schneiden. Das Gemüse mit 700 ml Wasser zum Fleisch geben. Würzen und 45 Minuten köcheln lassen. 3. Sehr heiß, mit Petersilie bestreut, servieren.
Tipps:
1. Die Speckrübensuppe schmeckt auch genauso gut ohne Fleisch. 2. Beim Einkauf von Steckrüben kleinere Steckrüben bevorzugen, da große Steckrüben schnell mal holzig sein können. Die Schale sollte glatt und prall sein. Steckrüben lassen sich mehrere Monate lagern.