Sie leiden offenbar an einer „Polyarthrose“ der Fingergelenke. Dabei kommt es zu einem zunehmenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Die Ursache ist nicht abschließend geklärt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen, was auf hormonelle Einflüsse schließen lässt. Auch gibt es Hinweise auf eine familiäre Veranlagung. In jedem Fall sollte man ausschließen, dass es sich um eine sekundäre Form der Arthrose handelt, dass diese also Folge einer anderen Erkrankung ist, etwa einer rheumatoiden Arthritis. Häufig sind die Fingermittel- und -endgelenke betroffen sowie das Daumensattelgelenk. Ziel der Therapie ist es, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen. Basis dafür ist eine ergo- und physiotherapeutische Behandlung: Sie lernen gelenkschonendes Verhalten und erfahren, welche Hilfsmittel Sie benutzen können. Auch eine Bewegungstherapie und Kräftigungsübungen gehören dazu. Bei akuten entzündlichen Schüben oder einer Überbelastung hilft Kühlen, gegebenenfalls helfen auch Salben und Schmerzmittel. Reicht dies nicht mehr aus, können auch Spritzen in die betroffenen Gelenke oder operative Verfahren (Handchirurgie) Linderung bringen. Eine weitere, gut wirksame Behandlungsform ist die Bestrahlung betroffener Gelenke mit sehr niedrig dosierter Röntgenstrahlung, eine „Röntgenreizbestrahlung“.