Wer zuvor nur wenig oder gar nicht geradelt ist, sollte sich bei der Modellwahl unbedingt in einem Fachgeschäft beraten lassen. Aus medizinischer Sicht haben die Radltypen unterschiedliche Vor- und Nachteile. Ein Kurzüberblick:
Stadt- und Tourenräder: Ideal für alle, die kürzere Strecken regelmäßig mit dem Radl zurücklegen und damit etwas für ihre Fitness tun wollen. Normale Straßenreifen reichen aus, Scheibenbremsen müssen nicht zwingend sein.
Rennräder: Eignen sich für alle, die gerne mal länger im Sattel sitzen und sportlich unterwegs sein möchten. Allerdings ist – vor allem für Untrainierte – die Sitzposition wesentlich unbequemer, mitunter bekommen die Fahrer von der gekrümmten Haltung auch Nackenschmerzen.
Mountainbikes: Hier unterscheidet man zwischen Hardtails (Federgabel nur vorne) und Fullys (zwei Federgabeln vorne und hinten). Letzteres bietet sich an, wenn man gerne auch mal über Stock und Stein kurbelt und Trails (schmale holprige Pfade) fahren möchte. Scheibenbremsen sind Standard, sie sollten regelmäßig gecheckt werden. Beim Mountainbiken trainiert man nicht nur die Ausdauer, sondern auch Kraft und Koordinationsvermögen.
Reha-Fahrräder: Sie haben einen tiefen Einstieg, der leichtes Auf- und Absitzen ermöglicht. Das kann beispielsweise Patienten mit einer künstlichen Hüfte helfen. Die Pedale sind rutschfest, die Griffe in der Regel auf die Handgröße angepasst.
E-Bikes: Sie sind auch deshalb immer beliebter, weil der Elektromotor sogar bei Steigungen ein Fahren in einem vernünftigen Pulsbereich ermöglicht. Die große Gefahr dabei: Manche recht ungeübte E-Biker unterschätzen ihr Rad beim Bergabfahren, etwa auf Forstwegen in den Bergen. Beim Bremsen entwickeln E-Bikes eine stattliche Schubkraft. Faustregel: Man sollte möglichst nicht viel schneller runter fahren als zuvor hinauf. ANDREAS BEEZ