Den Reflux erkennen und lindern

von Redaktion

Wir essen zu viel, zu spät und zu fett, und wir sind damit nicht allein. Einer der berühmtesten Sodbrenner soll der ehemalige Präsident der USA, Bill Clinton, gewesen sein. Was viele nicht wissen: Häufiges Räuspern, vermehrter Schleim im Mund, Heiserkeit, Luftaufstoßen oder asthmaähnliche Symptome können auf einen Reflux hindeuten. Auch hinter dem „Mir-steckt-doch-was-im-Hals“-Gefühl kann der schleichende Reflux stecken.

Was lindert die Symptome? Manchmal helfen schon die guten alten Hausmittel: Vollkornprodukte, Mandeln oder Leinsamen naschen – das hilft, die überschüssige Magensäure aufzunehmen. Auch sehr empfehlenswert: Öfter mal ein Tässchen Tee trinken. Gerade Fenchel-, Kamille- oder Kümmeltee können die gereizte Speiseröhre und den Magen beruhigen. Pfefferminz- und Früchtetees hingegen sollten gemieden werden.

Finger weg! Haushalts-Natron (Bicarbonat) wird oft empfohlen. Natron kann jedoch den pH-Wert des Körpers ändern, was im Ernstfall zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.

Diese Medikamente helfen: Reichen die oben genannten Maßnahmen nicht aus, müssen Medikamente eingesetzt werden. Die Palette reicht von auf Algen basierenden Schutzfilmen für den Magen (wie zum Beispiel Gaviscon) bis hin zu den starken Säureblockern wie zum Beispiel Pantoprazol. Antazida zur Neutralisierung von Magensäure auf Aluminiumbasis dagegen sollte man besser meiden, da sich das Leichtmetall in Knochen und Gewebe ablagern kann.

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