Tofu ist eine gesunde Alternative für alle, die sich pflanzlich ernähren oder abnehmen wollen. Im Vergleich zu den meisten tierischen Proteinen ist Tofu eine kalorienarme, eiweißreiche Alternative. So enthält er etwa Kalzium und Magnesium. Die Chinesen haben den schnittfesten Quark, wie er häufig auch genannt wird, vor rund 2000 Jahren erfunden.
Tereza Pavouková und Marion Obermaier stehen in ihrer Küche und räumen mit dem gängigen Vorurteil auf, dass vegane Küche fad und langweilig schmeckt. „Beim Umgang mit Tofu muss man vor allem beachten, dass man ihn vor dem Weiterverarbeiten auspresst“, sagt Tereza Pavouková. „So kann er besser Geschmack annehmen.“ Wer nicht spontan kocht, sondern mit Vorlauf, für den hat die gebürtige Tschechin noch einen Extra-Tipp: „Noch besser funktioniert das, wenn man das Sojaprodukt vor dem Weiterverarbeiten einfriert.“ Auf diese Weise verliere der Tofu noch mehr Wasser.
Für den marinierten Tofu eignet sich im Übrigen nur der weiße, feste Tofu. „Seidentofu ist eher etwas für Kuchen oder als Einlage in japanische Suppen.“
Wer sich vegan ernähren will, sollte einfach ausprobieren, sagen beide. „Am leichtesten gelingt der Einstieg in die vegane Küche, wenn man sich bei Küchen orientiert, die traditionell überwiegend vegetarisch und vegan kochen.“ So wie die arabische und indische Küche beispielsweise. Beide Frauen lieben die vegane Küche, halten aber nichts davon zu missionieren. Marion Obermaiers Devise am Herd lautet daher schlicht: „Nicht zu viel darüber reden, sondern einfach so kochen.“ Das ist auch in den Kochkursen, die das Catering-Unternehmen anbietet, so. Besonders beliebt sind die Burger-Kurse. „Man glaubt gar nicht, wie gut vegane Burger funktionieren.“
Zuhause mit ihrem Mann und den drei Kindern hält sie es auch so und verteufelt es nicht, wenn die Familie mal ein Schnitzel brät.
Seit drei Jahren ernährt sich die ursprüngliche Markenstrategieberaterin ohne tierische Produkte. „Ich bin kein Veganer der ersten Stunde, hatte aber irgendwann einfach keine Lust mehr auf Fleisch.“ Ihr Tipp zur Umstellung: „Nie versuchen, ein typisches Gericht nachzubilden. Ein veganes Schnitzel schmeckt nie wie das Original. Da ist man immer enttäuscht.“
Dass die vegane Ernährung mal auch zu ihrem beruflichen Thema werden würde, hatte die 46-Jährige anfangs nicht angestrebt. Doch als die Agentur, für die sie arbeitete, in Konkurs ging, nahm sie sich eine Auszeit. Dabei lernte sie Tereza Pavouková kennen, die gelernte Konditorin ist. Auch sie isst seit vielen Jahren kein Fleisch mehr – „ich liebe Tiere einfach viel zu sehr“. Seit ein paar Jahren lebt die gebürtige Tschechin in München und arbeitete unter anderem im Tian. Ein veganes Restaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist. Doch als sie ihre künftige Geschäftspartnerin traf, reifte in ihr der Wunsch, sich selbstständig zu machen.
Vegan kochen bedeutet für die junge Frau, „farbiger und frischer“ zu kochen. Sie versteht ihr veganes Angebot als eine Art Challange. „So können wir den Leuten zeigen, was alles möglich ist.“
Zusammen sind Marion und Tereza „Vegan Lunch Date“. Ein Cateringunternehmen, das sich auf die gesunde Mittagspause spezialisiert hat. Nicht zu vergessen, die Kochkurse. Dabei lernt man eine neue Esskultur kennen – der Tofu ist ein wohlschmeckender Einstieg in die vegane Küche.