Die Alternative zu Gans und Ente

von Redaktion

VON STEPHANIE EBNER

Es ist einer der absoluten Klassiker der französischen Küche. Das Hähnchen – ganz korrekt müsste es heißen: der Hahn – wird dazu in Rotweinsauce mit Speck zart geschmort. „Ich liebe dieses Gericht“, schwärmt Hans Jörg Bachmeier. Und das nicht nur, weil „es so gut schmeckt“. Es sei auch noch so praktisch: „Denn es bleibt viel Zeit für Familie und Freunde. Und darauf kommt es zu Weihnachten doch an.“

Denn, sind wir ehrlich, wer zu Weihnachten seine Lieben mit einem fantastischen Menü verwöhnen will, steht stundenlang in der Küche. Hat dann aber wenig Zeit für seine Gäste. Und das ist schade.

Coq au Vin dagegen lässt sich gut vorbereiten – so bleibt viel Zeit für den Besuch. Hans Jörg Bachmeier selbst ist in einem Gasthaus im niederbayerischen Eggenfelden aufgewachsen. Da hatten Großeltern und Eltern zu den Festtagen wenig Zeit für die Familie. Auch deshalb schwärmt er von dem Eintopf-Gericht.

Schon am Tag, bevor das Hähnchengericht serviert werden soll, legt Hans Jörg Bachmeier das Geflügel in den Sud ein. Der Coq au Vin schmeckt perfekt, wenn man das Geflügel 24 bis 36 Stunden in Suppengemüse, Kräutern und Wein mariniert und dann schmort. „Man verwendet einen kräftigen Rotwein“, sagt Bachmeier. Idealerweise einen aus dem Burgund, „denn daher stammt das Gericht ursprünglich“.

Ganz wichtig ist, dass mit geschlossenem Deckel gekocht wird: „Der Dampf. der in den Topf wieder zurückfällt, multipliziert den Geschmack“, erklärt der Profi.

Lange bevor One-Pot-Gerichte modern wurden, erfanden die Franzosen ihren Coc au Vin. „Das Praktische daran ist, dass man nach dem Essen nicht mehr viel zum Aufräumen in der Küche rumstehen hat“, erklärt der Koch.

Auch das Dessert, das sich Hans Jörg Bachmeier dieses mal für sein Weihnachtsmenü ausgedacht hat, lässt sich gut vorbereiten: Mohnmousse mit weißer Schokolade.

Das perfekte Dessert für die Weihnachtstage, schwärmt der Spitzenkoch. Versprochen: Das zergeht auf der Zunge.

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