Kochen und basteln sind ihre große Leidenschaft. „Wann immer ich Zeit habe, zeichne ich“, erzählt die 16-Jährige. Klar, dass sie dann auch nicht einfach einen Kuchen backt, sondern eine Variante, bei der sie sich so richtig ausleben kann, was die Dekoration betrifft.
„Ich war gerade draußen. Auf dem Feld wachsen die ersten Gänseblümchen und der Löwenzahn.“ Ideales Dekomaterial.
Beide Blüten eignen sich für eine Kuchendeko, sagt die Hauswirtschaftsschülerin. Nicht nur, weil die Blümchen hübsch anzuschauen sind, sondern auch, weil man sie ganz einfach mitessen kann. Als Blumenstiel verwendet Leonie den ersten grünen Spargel, den sie kurz in Butter schwenkt, die Blütenblätter formt sie aus dem ersten Bärlauch, den sie in einem Bachlauf gefunden hat. Wichtig: Vor dem Weiterverarbeiten mit Wasser abspülen und die Blätter trocken tupfen.
Eine Blumenwiese auf dem Osterei – „schaut aus wie gemalt“, freut sich die junge Frau und präsentiert die Torte stolz. „Das Auge isst schließlich mit.“ Diesen Satz hat sie gerade im Praktikum gelernt, das sie bei Silvia Schlögel von der „Hauswirtschafterei“ absolviert.
Nicht nur was die Optik angeht, hat die junge Frau in den vergangenen Wochen viel erfahren. Auch das Thema „Resteverwertung“ ist der Ausbilderin wichtig. Beispielsweise, was man aus altbackenem Brot alles machen kann. Arme Ritter „de luxe“ beispielsweise. Leonie Schweiger lacht: „Fast bedauert man da, wenn man kein altbackenes Brot hat, das man verarbeiten kann.“
Leonie Schweiger kocht und backt gerne, dazwischen geht sie aber auch gerne in die Berge. „Am liebsten ganz in der Früh“, lautet ihr Tipp. „Da ist es in den Bergen am schönsten, weil es noch so ruhig ist.“ Ihr Lieblingsberg ist der Wolfskopf.
Gerade jetzt im Frühjahr ist die Heranwachsende gerne draußen, „ich genieße die ersten Sonnenstrahlen“. Später im Sommer „ist es mir meist zu heiß“.
Gesundes Essen und Bewegung in der Natur, daraus will Leonie Schweiger einmal beruflich etwas machen. Was genau, weiß sie noch nicht. Ihr nächster Weg soll sie daher auf die FOS für Gesundheitswissenschaften führen und „vielleicht studiere ich später sogar Sportwissenschaften“, sagt der Spross einer sport- begeisterten Familie.
Doch bis es so weit ist, wird erst einmal weiter kräftig gekocht und gebacken. Das freut die Nachbarn, die davon oft profitieren.