Das Gaspedal unseres Organismus

von Redaktion

Die Schilddrüse steuert durch Produktion und Abgabe von Hormonen wichtige Körperfunktionen. Dazu zählen Körpertemperatur und Herzschlag, Energieverbrauch, Mineralstoff und Wasserhaushalt. Vor allem reguliert sie das Tempo wichtiger Stoffwechselprozesse und wirkt so auf Herz und Kreislauf, Magen und Darm, Nerven und Muskeln sowie körperliches und seelisches Wohlbefinden. Drei Hormone bildet die Schilddrüse: T3, T4 und Kalzitonin. Letzteres ist am Kalzium und Knochenstoffwechsel beteiligt, die ersten beiden regulieren den sogenannten Grundumsatz – bildlich gesprochen das Gaspedal unseres Organismus. Produziert die Schilddrüse zu viele Hormone, spricht man von einer Überfunktion. Bildet sie zu wenig, liegt eine Unterfunktion vor. Symptome der Überfunktion sind erhöhter Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz oder Herzstolpern, Durchfall, Nervosität, Zittern, Schlafprobleme, Müdigkeit und Schwäche. Werden zu wenige Hormone gebildet und ausgeschüttet, kann die Unterfunktion einen niedrigen Puls, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Haarausfall sowie Schwäche, Müdigkeit und Depression verursachen. Wie wichtig die frühzeitige Erkennung einer Schilddrüsenerkrankung ist, zeigt das Beispiel Hashimoto Thyreoiditis – eine chronische Entzündung der Schilddrüse als Folge einer Autoimmunreaktion, die auf Dauer zu einer Unterfunktion führen kann. 75 Prozent der Patienten wissen gar nicht, dass sie daran leiden.

Artikel 5 von 7