Gefährliches Bauchfett loswerden

von Redaktion

Die besten Tipps von den Experten der TV-Serie „Die Ernährungs-Docs“

Die Experten aus der NDR-Serie „Die Ernährungs-Docs“ (von links): Dr. Jörn Klasen, Dr. Silja Schäfer, Dr. Viola Andresen und Dr. Matthias Riedl. © Fotos: Claudia Timmann für ZS/Edel Verlagsgruppe

München – Ein bisschen Hüftgold? Kein Problem. Doch zu viel Fett in der Körpermitte – das sogenannte viszerale Fett – ist alles andere als harmlos. Es sitzt nicht nur unter der Haut, sondern lagert sich vor allem rund um die inneren Organe an und wirkt wie eine tickende Zeitbombe. Um dem entgegenzuwirken, haben die vier „Ernährung-Docs“ aus der gleichnamigen NDR-Fernsehserie – Dr. Matthias Riedl, Dr. Jörn Klasen, Dr. Silja Schäfer und Dr. Viola Andresen – jetzt das Buch „Unsere 100 besten Anti-Bauchfett-Rezepte“ veröffentlicht. Darin erklären sie anschaulich, wie man Bauchfett effektiv abbaut – ohne Hungern, mit Genuss und Nährstoffen.

„Das Bauchfett sendet gefährliche Botenstoffe aus, die Entzündungen im ganzen Körper fördern“, erklärt Dr. Matthias Riedl. Zudem steigt das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und Bluthochdruck deutlich – und das oft unbemerkt. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Man kann dieses Fett gezielt loswerden – und das ganz ohne Hungerdiäten. „Viele unserer Patienten sind überrascht, dass sie mit vollem Teller abnehmen können“, sagt Dr. Silja Schäfer. Der Trick liegt im richtigen Mix aus Nährstoffen, Bewegung – und der richtigen Motivation.

Bei der Anti-Bauchfett-Strategie stehen vor allem eiweißreiche, ballaststoffreiche und möglichst unverarbeitete Lebensmittel auf dem Speiseplan. Die enthaltenen Ballaststoffe sorgen für einen gesunden Darm, Eiweiß macht lange satt – und beides kurbelt die Fettverbrennung an. „Ein stabiler Blutzucker ist der Schlüssel“, sagt Dr. Jörn Klasen. „Wenn der Insulinspiegel niedrig bleibt, kann der Körper endlich ans Bauchfett ran.“

Die Rezepte aus dem Buch sind keine komplizierten Gourmetgerichte, sondern alltagstauglich, schnell gemacht und lecker. Ob Ofengemüse mit Hirse, Eiweißbrot oder Zucchini-Spaghetti – das Kochbuch liefert 100 Rezepte, die nicht nur gegen das Fett wirken, sondern auch der Seele guttun. Drei davon verraten die Docs auf dieser Gesundheits-Seite für unsere Leserinnen und Leser.

Dazu geben die Ernährungsexperten jede Menge Tipps, wie man mit kleinen Veränderungen Großes bewirken kann. Dr. Viola Andresen betont: „Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Schon kleine Schritte helfen enorm – zum Beispiel, abends auf Kohlenhydrate zu verzichten oder öfter mal einen Bewegungsspaziergang einzubauen.“ Wer morgens mit Eiweiß startet, mittags gesund genießt und abends leicht isst, kann die körpereigene Fettverbrennung optimal unterstützen.

Der ideale Essensplan für einen Tag

07:30 Uhr – Eiweißreicher Start

Beispiel: Rührei mit Spinat, dazu ein paar Beeren und ungesüßter grüner Tee.

Warum? Ein proteinreiches Frühstück verhindert Insulinspitzen – so bleibt die Fettverbrennung aktiv.

12:30 Uhr – Sattmacher-Mittagessen

Beispiel: Gebratene Hähnchenbrust mit Brokkoli, Kichererbsen und Hirse.

Warum? Viel Eiweiß, Ballaststoffe und wenig einfache Kohlenhydrate – perfekt für den Blutzucker.

16 Uhr – Gesunder Snack

Beispiel: eine Handvoll Nüsse oder ein Naturjoghurt mit Zimt.

Warum? Verhindert Heißhunger und liefert gesunde Fette sowie Eiweiß.

19 Uhr – Leichtes Abendessen

Beispiel: Zucchini-Nudeln mit Tomatensoße und Lachs.

Warum? Wenig Kohlenhydrate am Abend – so kann der Körper über Nacht effektiv Fett verbrennen.

Dazu wichtig:

– 30 Minuten Bewegung täglich (zum Beispiel ein flotter Spaziergang)

– 2 bis 2,5 Liter Wasser trinken

– Mindestens sieben Stunden Schlaf – Stresshormone begünstigen Bauchfett!

Das können Sie sofort tun

Hier ein paar Tipps für unsere Leser – direkt aus dem neuen Buch der Ernährungs-Docs – einfach, aber effektiv:

Mehr Eiweiß essen: Etwa 1,5 Gramm Eiweiß pro Kilo Körpergewicht helfen beim Fettabbau und Muskelerhalt.

Ballaststoffe nutzen: Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn halten den Darm fit und verhindern Heißhunger.

Zucker reduzieren: Weniger Süßes bedeutet weniger Insulin – und das bedeutet: mehr Fettverbrennung!

Bewegung einbauen: Schon 30 Minuten am Tag – auch gemütlich – helfen, den Stoffwechsel anzukurbeln.

Superfoods nutzen: Avocado, Nüsse, Beeren und grünes Gemüse sind echte Bauchfett-Killer.

Das Beste: Man darf satt werden, genießen – und trotzdem abnehmen. Denn der Anti-Bauchfett-Plan ist keine Diät, sondern eine clevere Ernährungsstrategie. Wer dranbleibt, wird belohnt: mit weniger Bauch, mehr Energie und besserer Gesundheit. Oder wie Dr. Riedl es formuliert: „Schlank sein ist keine Frage der Gene – sondern der Entscheidung.“
SUSANNE HÖPPNER

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